Öl, Helium, Kerosin - kommt nach der Teuerung die Knappheit?

Shownotes

Konkret wollen wir uns heute folgenden Fragestellungen widmen:

Ölpreis und Folgen
Industriegrundstoffe
Helium
Kerosin
Die Berücksichtigung im Portfolio
Gold

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00:00:08: Herzlich Willkommen zum Podcast der Fürstfugger Privatbank.

00:00:11: Heute wollen wir mal einen Blick auf Rohstoffe werfen und dafür gibt es einen konkreten Anlass, dass die Preise für Öl- und Gas mit Beginn des Irankriegs stark nach oben geschnell sind.

00:00:22: das war wenig überraschend.

00:00:23: vor ein paar Wochen war dann aber einmal von Helium die Rede und aktuell wird diskutiert ob wir genug Kerosin haben.

00:00:29: also Rohstoffen sind deutlich mehr als nur Öl und Gas.

00:00:34: Diese ganzen Themen möchte ich mich heute mit Christian Kurak unterhalten.

00:00:37: Christian ist Leiter-Assetmanagement der Fürstfugger Privatbank und Taker Kurack.

00:00:42: Guten Tag, Herr Engelmann!

00:00:43: Vielen Dank für die Einladung.

00:00:44: Dann lassen wir uns doch mal mit dem nahe liegenden Anfang den Energiepreisen.

00:00:48: im Moment sieht es ja nicht danach aus dass die Preise für Öl oder für Gas bald wieder zurückkommen und wenn dann dann nicht besonders stark.

00:00:56: aber hohe Energiekosten sind da wiederum ein wesentlicher Faktor auch für die Inflation.

00:01:00: Wie ist da Ihre Einschätzung?

00:01:02: Und was bewirken diese hohen Energiepreise gerade mit Blick auf die Inflation?

00:01:09: Ja, also wir befinden uns momentan in dem größten Angebotsshock seit über fünfzig Jahren.

00:01:14: Seit dem OPEC-Embargo, so dass der Ölpreis jetzt auch wieder nahezu Rekordhöhen erklommen hat.

00:01:26: Die Lage scheint sich momentan eher weiter zu eskalieren.

00:01:29: Also der ÖLpreis liegt bei onehundertzwanzig Dollar.

00:01:33: Es scheint nicht danach, dass das jetzt zu einer schnellen Einigung kommt und somit auch zum schnellen Rückgang des Ölpreises.

00:01:42: Die Wirkung auf die Inflation ist natürlich deutlich zu sehen.

00:01:45: also die läuft in der Regel über so drei Wellen ab.

00:01:48: wir haben es ja mit Anbeginn der Krise dann schon gesehen dass die Preise an der Zapp-Solde deutlich angestiegen sind, Benzin und Dieselpreise haben sich deutlich verteuert.

00:01:59: Das war der direkte Effekt.

00:02:01: Den hat man dann auch in der Märzinflation deutlich zu sehen bekommen also Die Inflationen.

00:02:06: Deutschland lag bei einem Prozent im Februar.

00:02:09: Sie stieg dann relativ schnell auf zwei Prozent im März an Und wir haben gestern die Inflationszahlen für den April bekommen und die liegen jetzt auch schon bei zwei Komma neun Prozent.

00:02:21: Und es gibt immer so eine Faustregel, man sagt wenn der Ölpreis um zehn Prozent steigt dann kann die Inflation so um Null Komma zwei Prozent steigen.

00:02:29: also wir befinden uns jetzt momentan seit alles Beginn.

00:02:32: ungefähr handelt sich ungefähr um eine Verdopplung des Öl preises.

00:02:36: Also Es könnte kurzfristig schon noch sein dass das das die inflationen dann auch noch weiter steigt.

00:02:42: und je länger diese inflation oder halt diese Krisensituation anhält Umso stärker kann sich dieser hohe Ölpreis dann durch zweitrundende Effekte auch auf Anseigüterklassen auswirken, also auf Lebensmittel Gastronomie.

00:02:59: Wir hatten gestern die Fett-Sitzung mit Jerome Powell.

00:03:04: Er hat sich jetzt abgezeichnet dass die anfänglich angedachten Zinssenkungen die man im Januar noch hatte in den USA, also dass man von drei Prozent auf ungefähr drei Prozent runter geht jetzt komplett vom Tisch sind.

00:03:18: Also wenn man diskutiert ist eher soll man die Zinsen halten oder die Leitzinsen oder erhöhen?

00:03:23: Also das ist ein weiterer Effekt, dass die kurzfristigen Leitzinsen hoch bleiben.

00:03:29: In Europa spricht man jetzt auch hier davon, dass das Leitzinnsniveau eventuell sogar noch ansteigen könnte.

00:03:35: Die Zinslast wird steigen und auch die Zinsen der langfristigen Staatsanleihen sind auch seit Ausblick der Krise gestiegen.

00:03:43: also diese Zins Last erhöht dann auch nochmal die Finanzierungskosten aller Markteilnehmer, also der Unternehmen privaten Haushalte und Staaten.

00:03:52: Die Emirate haben ja angekündigt, aus der OPEC auszutreten.

00:03:55: Offenkundig waren wir dann nicht so ganz mit den Fördermengen zufrieden.

00:04:00: Theoretisch könnte das sein, dass mehr Öl zur Verfügung steht.

00:04:03: Ändert sich dadurch für uns etwas?

00:04:06: Genau ich glaube es ist der Punkt also jetzt ein offenes Geheimnis, dass die Vereinten Arabischen Emiraten unzufrieden waren mit der Quoten Zuteilung.

00:04:16: Sie haben in den letzten Jahren viel Geld investiert um die Förderquoten zu erhöhen.

00:04:22: Vereintene arabischen Emirate haben eine tägliche Förderquote von ¾ Millionen Beryl zugeordnet bekommen.

00:04:30: Sie haben jetzt aber eine Kapazität von ca.

00:04:33: fünf Millionen Baryls, die sie pro Tag bis zum Jahr- und-Zw.

00:04:38: anheben können.

00:04:39: Sozusagen sind sie momentan auch in ihrer Verkaufsmenge eingeschränkt Und durch den Austritt der OPEC können sie jetzt sozusagen dann auch wieder ein bisschen mehr Öl auf dem Markt bringen, haben hier auch mehr Kontrolle über ihre eigenen Staatseinnahmen.

00:04:53: Also dahingehend kam es nicht ganz so unüberraschend insbesondere weil die Förderdisziplin der Opec-Staaten in den letzten Jahren immer nachgelassen hat.

00:05:03: also Russland, Iran, dieser OPEc Plus-Staat haben sich nicht wirklich dran gehalten und es gab auch Nies-Sanktionen.

00:05:11: Es könnte auch sein, dass das weitere OPEC-Starten vielleicht auch dem folgen und jetzt hier so ein gewisser Flickenteppich dann entsteht.

00:05:16: Aber mittelfristig wird die Quote dann steigen.

00:05:21: also das entspricht ungefähr vielleicht einem Prozent mehr Ölangebot pro Tag als davor.

00:05:28: Also es ist eher klein der positive Effekt.

00:05:33: Das ist eher glaube ich ein größerer Vertrauensschock für die OPECs aktuell aber für uns tendenziell eher positiv, aber die OPEC hat natürlich auch nicht mehr diese Preis-Setzungsmacht wie sie davor hatte.

00:05:45: Also kann sie nicht mehr so gut stabilisieren?

00:05:48: Aber letztendlich glaube ich wird der Effekt ihr gering bleiben.

00:05:51: Neben den Energierostoffen sind es ja auch die Industriegrundstoffe über die gerade viel gesprochen wird denn die sind weltweit teuer geworden und nicht nur teuer sondern auch knapp.

00:06:00: also ich denke da an Dünger, denke dann an die Kunststoffe, aber zum Beispiel auch an die Chipproduktion deren Basisprodukte, die sind grad etwas knapper geworden.

00:06:09: Genau, das ist ein ganz guter Punkt.

00:06:11: Energie ist tatsächlich nur die Spitze des Eisbergs.

00:06:15: Der persische Golf oder diese ganze Region ist einfach ein global sehr wichtiges zentrales Logistikzentrum dadurch dass bei der Öl- und Gasproduktion sehr viele Nebenprodukte entstehen wie sie vorher genannt haben.

00:06:28: Also wir haben die Hahnstoffe, die insbesondere für Düngermittelherstellung notwendig sind, also circa thirty-fünf Prozent der globalen Weltproduktion kommt aus dieser Region.

00:06:41: Dann auch die Schwefelproduktion ist in.

00:06:44: auch ca.

00:06:45: fünfundzwanzig Prozent des Weltmarktes kommt aus diese Regionen.

00:06:48: Es sind alles wichtige Produkte für chemische Prozesse aber auch für die Düngemittelherstellung sodass man jetzt auch sieht, dass die Preise für Dünger seit der Ausbruch der Krise um ca.

00:07:00: dreißig Prozent angestiegen sind.

00:07:03: Wir merken das vermutlich aktuell nicht direkt also weil die früheres Aussaat in Europa und den USA ist nicht so stark davon betroffen, weil wir recht hohe Vorräte haben an diesen Regionen.

00:07:14: Die ärmeren Regionen der Welt, also in Afrika Südostasien, die haben nicht so hohe vorräte.

00:07:23: Die wird es jetzt definitiv stärker treffen, also wenn's um die Lebensmittelpreise geht.

00:07:28: Wir haben dann auch noch andere Stoffe angesprochen aus dem Petrochemie-Bereich wie Polyethylen insbesondere für die Herstellung für Kunststoff für Wichtiges.

00:07:39: und ja, Kunststoff ist einfach ein ganz zentrales Material für ganz viele Bereiche, die uns täglich umgeben.

00:07:49: Anekdotenhaft kann man zum Beispiel auch sagen, dass der Preis für medizinische Einmalhandschuhe auch schon um fünfzig Prozent gestiegen ist seit Beginn der Krise.

00:08:03: Also das trifft uns auch in dieser Stelle aber insgesamt den anderen Bereichen ja es dieses Ausmaß oder diese Lieferkettenstimmung doch deutlich zu sehen.

00:08:12: also hat einen globalen Einfluss.

00:08:15: und sie haben auch als letztes Helium genannt.

00:08:18: Auch hier wieder die Katar, hier als einziges Land produziert oder ist es für ein Drittel der globalen Heliumproduktion verantwortlich.

00:08:29: also wie Sie schon angedeutet haben das ist eine sehr wichtige Region die deutlich mehr Lieferketten Bereiche in unserem Leben beeinflusst als nur Öl- und Gasaktuellen.

00:08:44: Diese thirty-three Prozent, also das eine Drittel was Sie eben gesagt haben, dass das fällt jetzt weg und für wie lange fällt es weg?

00:08:51: Und vor allem Wie könnte das ersetzt werden dieses eine drittel des weltweit produzierten Heliums?

00:08:57: Ja ne gute spannende Frage.

00:09:01: Dadurch dass Helium hauptsächlich nur im Zusammenhang mit der Produktion von LNG, also Flüssigas als Beiprodukt hergestellt werden kann und in Katar die in Rassler Farn liegt.

00:09:14: Die größte LNG Anlage besteht und die wurde angegriffen und teilweise recht stark zerstört Wird es doch mehrere Jahre dauern, bis man wieder diese Förderquoten erzielen kann?

00:09:29: Aber man wird nicht mehr an diese vollen dreiunddreißig Prozent vermutlich drankommen.

00:09:33: Also ein Teil der Produktionsanlagen sind so stark zerstört, dass man die nicht mehr reparieren kann und einen kompletten Neubau würde mehrere Milliarden kosten was sich aktuell nicht unbedingt tragen würde.

00:09:45: also gehen eher davon aus das vierzehn Prozent komplett wegfallen werden von diesen dreiund dreißig und die anderen zwanzig Prozent Die werden vermutlich erst in den nächsten zwei, drei Jahren dann wieder an den Markt kommen.

00:09:57: Die USA ist mit ca.

00:09:59: forty-fünf Prozent der größte Heliumhersteller der Welt.

00:10:05: Also der kann aktuell wahrscheinlich die Heliumproduktionen erhöhen vielleicht so um maximal zehn Prozent über die nächste Monate.

00:10:14: Aber jetzt nichts was wirklich sehr schnell geht.

00:10:17: Es ist eher eine komplexere Situation.

00:10:20: Also man braucht gute, also LNG-Anlagen die das machen können.

00:10:25: plus muss das Gas dann auch dementsprechend auch die notwendigen Heliumwerte haben was zum Beispiel auch nicht überall der Fall ist.

00:10:34: Zum Beispiel in Norwegen.

00:10:35: Die könnten jetzt gar nicht so leicht eine Heliumproduktion aufsetzen als es geht aber es ist alles mit recht hohen Kosten verbunden.

00:10:42: Das wird uns länger begleiten.

00:10:45: der Mangel

00:10:47: Das heißt, es ist nicht so, dass man da einfach was schön wäre umswitcht und sagt gar kein Problem.

00:10:52: Dann kommt das Gas aus, das Helium in dem Fall aus Kanada oder eben außen aus A denn man unterschätzt einfach ein bisschen wie aufwendig es ist diese Herstellungsverfahren überhaupt im Griff zu haben oder aufzubauen.

00:11:07: aber wir hatten gerade mit den zweiten Effekten die sie erwähnt hatten also Die Chip-Industrie als auch wesentlichen Treiber und wesentlichem Motor der aktuellen Phase, der Industrialisierung, nachdem wie man es sieht, wo für alles Chips gebraucht werden.

00:11:29: Da gibt es Firmen in den Niederlanden beispielsweise, die ja für manche noch ein Hinten-Champion sind, für die Basianer natürlich ein längst schon nicht mehr versteckter Champion sondern einen Weltmarktführer Wenn sich bei denen die Produktion verteuert, weil es eben kein Helium gibt oder weil die Helium teurer einkaufen müssen.

00:11:50: Das setzt sicher auch nochmal einen Domino-Effekt in Bewegung?

00:11:54: Ja das stimmt.

00:11:55: also die Verwendungen von Helium in der Chipproduktion hat in den letzten Jahren massiv zugelegt.

00:12:01: Also ich glaube vor zehn Jahren waren circa fünf Prozent des Heliumangebots wurde für die Chipproduktion verwendet.

00:12:09: mittlerweile sind's um die zwanzig Prozent.

00:12:11: In den nächsten Jahren wird es sogar auf dreißig Prozent ansteigen.

00:12:15: Der medizinische Sektor, also MRT-Anlagen benötigen auch Helium, Luft und Raumfahrt, der Rüstungsbereich benötigt auch Heliom.

00:12:24: Also das ist definitiv ein Gas, das eine hohe Anwendung hat.

00:12:30: Jetzt ist es ein Thema, dass es wurde mit ja häufig Häufig dann aufgenommen, gerade für die Chip-Produktion.

00:12:37: Wenn man sich die Zahlen jetzt genauer ansieht ist es so dass Helium auch relativ gut recycelt werden kann.

00:12:44: also Die chip Produktion sollte jetzt momentan nicht unbedingt davon Allzu sehr in Gefahr geraten.

00:12:52: Es hängt aber auch von den Regionen ab.

00:12:53: Also die Vorderzeitung ist sollte jetzt glaube ich bis zum Sommer anscheinend reichen.

00:12:58: Aber Die großen Chiphersteller wie Samsung oder SK Heinex aus Südkorea, die beziehen sechzig Prozent ihres Heliums direkt aus Katar.

00:13:10: Also sie werden sich natürlich jetzt zu umschauen müssen, wie Sie hier an das Gas kommen.

00:13:16: Jetzt ist es so dass Helium keinen allzu grossen... also bei der Chipproduktion hat es eigentlich nur einen marginalen Kostenanteil.

00:13:23: Also sollte jetzt der Helium Preis sich verdoppeln und verdreifachen oder vervierfachen.

00:13:27: Sollte das jetzt die Chipproduktion nicht so massiv beeinflussen?

00:13:31: Also es ist eher so, dass es eventuell zu Produktionsausfällen kommen könnte.

00:13:36: Aber auch hier findet man eine natürliche Triage anstatt also... Die Chiphersteller würden dann für die hochwertigen Chips das Helium verwenden und dann eher für die schlechteren Chips dann halt wahrscheinlich opfern.

00:13:52: Aber es gibt dann auch andere Industriebereiche, die dann vielleicht nach Substituten suchen würden.

00:13:59: Also insgesamt ist die Lage schon kritisch und muss definitiv von den ganzen Supply Chain Managers der Industrieunternehmen oder Chip Herstellern beachtet werden.

00:14:12: Aber es ist dieses apokalyptisches Szenario ergibt sich momentan noch nicht.

00:14:17: Es sind dann eher tendenzielle andere Bereiche, die wahrscheinlich auf Helium verzichten würden als Chip und Medizinhersteller.

00:14:26: Wald beginnt ja die Reisesaison.

00:14:27: also Reisen heißt natürlich Fliegen.

00:14:30: Lufthansa hat ich weiß nicht wie viele Flüge gestrichen.

00:14:33: Manche sagen das Kerosin geht aus.

00:14:35: Die Wirtschaftsministerin sagt Nein, es ist genug da.

00:14:38: Andere prognostizieren knappheit ab Juni.

00:14:40: Juni ist er schon bald.

00:14:42: Was ist da Ihre Einschätzung?

00:14:44: Ja, ich glaube von der Bundesregierung oder auch von der Wirtschaftsministerin ist auch ein gewisser Zweck Optimismus dabei.

00:14:51: Man will jetzt auch kein Alarmismus verbreiten.

00:14:53: von den Brunschenvertretern ja klar die versuchen hier auch den Sektor natürlich zu vertreten manchmal vielleicht auch mit einer gewissen Absicht auch Unterstützung dann dazu bekommen falls die Lage dramatischer ist.

00:15:08: also ich glaube die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo dazwischen.

00:15:11: Wenn wir uns jetzt einfach mal die Zahlen ansehen, dann ist es so dass Deutschland circa neun Millionen Tonnen Kerosin pro Jahr benötigt und von diesen Neun Millionen stammen ca.

00:15:25: zwei Millionen Tonne Kerosinen aus der Golfregion, die momentan vom Markt wegfallen.

00:15:30: also diese Lücke muss geschlossen werden.

00:15:33: Also es gibt nationale Reserven wie jetzt momentan wieder auf zur Verwendung stehen, aber das deckt nur einen kleinen Teil.

00:15:42: Dann ist es so dass die USA jetzt auch die Kerosinproduktion angehoben hat.

00:15:46: Das könnte jetzt ca.

00:15:47: zehn Prozent des Kerosinenmangels dann schließen.

00:15:52: Aber wir haben immer noch um die, würde ich sagen, so um die zehn Prozent an Kerosien was momentan halt nicht zur Verfügung stehen wird und Sie haben es angesprochen.

00:16:03: Manche Fluggesellschaften fangen schon an zu rationalisieren.

00:16:08: Also es sind zwanzigtausend Flüge, die man jetzt einsparen will oder halt studiert hat.

00:16:12: Das handelt sich da meistens eher um Kurzstreckenflüge.

00:16:15: Die auch nicht so den Tabel sind insgesamt in diese zwanzigtausend Flügen gar nicht so viel wie man denken mag also ich musste da auch erst mal schauen ist ungefähr ein Prozent der Flügel die damit wegfallen.

00:16:27: Der Flugverkehr wird weiterhin aufrecht erhalten, aber es ist definitiv kein Normalbetrieb und ich glaube jeder der momentan noch keinen Flug gebucht hat, der wird mit höheren Preisen dann zu rechnen haben.

00:16:38: Also erste Schätzungen sagen das, dass die Kurzflüge aktuell schon um die dreißig Euro teurer werden und die Fernfliege um hundert Euro und das kann sich dann im Sommer auch nochmal weiter zuspitzen.

00:16:50: Ja, ich glaube bei der ganzen Diskussion mit Rohstoffen und auch wenn man immer diese ganzen Zahlen hört die wirken immer recht statisch.

00:16:56: Also so die Anpassungsfähigkeit der Märkte, der Konsumenten darf man auch nicht unterschätzen.

00:17:01: also dann macht man vielleicht wieder mehr Urlaub in Deutschland und dann geht dann auch die Nachfrage wieder ein bisschen zurück.

00:17:06: aber Flüge werden definitiv toller.

00:17:08: Aber ich glaube es ist jetzt keine Notsituation einfach weniger Destinationen die man vielleicht anfliegen kann.

00:17:16: Jetzt haben wir einiges gehört zu und vielleicht doch nicht so extremen Knappheiten auf jeden Fall zu einer sich verändernden Lage.

00:17:24: Was mache ich denn nun als Anleger mit so eine Situation?

00:17:29: Ich glaube in den letzten Jahren sind wir alle recht krisenerprobt, es gab schon die unterschiedlichsten Marktturbulenzen.

00:17:36: Ich glaube was ich auch in den Letzten Jahren immer bewahrt oder was immer positiv war ist glaube ich nicht allzu hektisch zu reagieren, einfach ruhig zu bewahren.

00:17:45: Eine wichtige Ausgangssituation ist immer ein gut diversifiziertes Portfolio zu haben.

00:17:49: Also das hilft dann natürlich, aber man wird doch immer wieder überrascht von solchen Ereignissen.

00:17:58: also dass man natürlich jetzt überdenken soll wie kann man sein Portfolium anpassen?

00:18:04: Jetzt aktiv irgendwelche Rohstoffwetten zu fahren?

00:18:08: es ist alles recht spekulativ.

00:18:09: ich glaube jeder sollte mal seinen Portfoli dahingehend überprüfen.

00:18:14: Ja, habe ich eigentlich ein gewisses Rohstoff oder eine gewisse Rohstoffallokation?

00:18:19: sollte sich die Inflation über längere Zeit hartnäckig halten.

00:18:22: Dann macht es durchaus Sinn da vielleicht auch dann stärker mal in Ölunternehmen, Gasunternehmen und Bergbauunternehmen zu investieren dass man da diese Inflationsabsicherung hat.

00:18:34: auf der anderen Seite sollte man auch mal kritisch überdenken ja Welche sind denn eigentlich die Verlierer dieser hohen Ölpreise?

00:18:42: Da haben wir natürlich die Fluggesellschaften, die werden jetzt ihre Margen.

00:18:47: also die Margen kommen definitiv unter Druck energieintensive Unternehmen wie Chemieunternehmen.

00:18:54: Die da könnte man natürlich dann auch überlegen diese dann dann auch zu reduzieren.

00:18:58: aber ich würde es hier keine allzu ganz großen Portfolio-Umschichtungen momentan machen, die die Lage kann sich auch immer wieder sehr schnell verändern.

00:19:07: Wir haben das auch mit Donald Trump gesehen.

00:19:09: also es könnte ganz schnell jetzt auch zu einer Einigung kommen und dann normalisiert sich dann auch die Lage.

00:19:16: Also ich würde sagen hier eine normale Anpassung des Portfolios ist nichts ja keine allzuschnellen Umschichtungen, wenn weitere Punkte jetzt auch interessant sein könnte auf dem Anleinsegment sind, sind inflationsindexierte Anleihen.

00:19:33: Falls man sich gerade für positive, also für Inflationsübergrassungen absichern will ist es aber eine Anlageklasse die nicht so einfach ist und man hat auch weiter Intlurationsrisiken.

00:19:46: Es ist insgesamt keine einfache Lage.

00:19:50: Ich würde sagen, glaube ich Ruhe bewahren nicht allzu blind jetzt Rohstoffe kaufen wollen auch einfach gezielt auf Bausteine setzen im Portfolio in einem diversifizierten Portfolium.

00:20:04: Jetzt kommen wir so langsam zum Schluss unseres Podcasts.

00:20:06: aber Sie haben kein ausgesprochenes Katastrophenszenario beschrieben hat doch eine ganze Reihe von Unsicherheitsfaktoren, über die wir gesprochen haben.

00:20:14: Also von dem Energiepreisenbeginn sind zu wie viel Helium braucht man und wie viele Kerosin kann wer sich beschaffen, Dünger in den emerging markets

00:20:25: etc.,

00:20:27: bei so vielen Unsicherheit Faktoren drängt sich ja fast die Frage auf was ist eigentlich mit Gold?

00:20:32: Ist das jetzt genau die Zeit, um in Gold zu investieren?

00:20:36: und Gold war ja auch ordentlich nach unten gedanken von den Höchstständen, die wir schon gesehen hatten.

00:20:42: Bist es jetzt genau diese Situation, um wieder die Goldbestände ein bisschen hochzufahren?

00:20:46: Ja also gold hat sich in den letzten drei Jahren sehr gut entwickelt.

00:20:49: Also gold ist innerhalb also zwei tausendundzwanzig war.

00:20:53: der Goldpreis lag denn noch bei ca.

00:20:54: zweitausend US Dollar ist zwischenzeitlich dann Anfang des Jahres sogar auf fünftausend Fünfhundert US Dollar hoch gegangen.

00:21:02: Mit Beginn der der Krise hat Gold das gemacht, was gold meistens dann in den Krisenphasen macht.

00:21:08: Also es ist zum Teil zurückgegangen.

00:21:10: also man das wurde hat es dann von fünf tausend fünfhundert Dollar auf nahezu viertausend dreihundert dollars wieder zurück gegangen und pendelt sich jetzt ungefähr bei bei viertausend sieben hundert dollar ein.

00:21:22: Ja, Gold ist gerade in diesen Krisensituationen oft einfach ein sehr liquides Asset.

00:21:27: Dass man dann schnell verkauft um vielleicht andere Anlageklassen nicht unbedingt verkaufen zu müssen.

00:21:33: Gerade inflationsbedingte Ereignisse wie jetzt sorgen auch dafür dass das Zinsniveau ansteigt und sobald das Zinnsniveaus höher ist es dann auch eine gewisse Konkurrenz zu Gold.

00:21:45: also die Opportunitätskosten für die Goldhaltung ist dann auch wieder ein bisschen höher.

00:21:49: Also das hat den Goldpreis belastet.

00:21:52: Dann sind es aber auch Zentralbanken wie die türkische Zentralbank, die Gold verkauft hat um ihre Wertung zu stabilisieren.

00:21:59: Also das sind genau solche Aktivitäten, die dann immer für einen kurzfristigen Rückgang sorgen.

00:22:06: wir versuchen hier ja Gold gar nicht so sehr als spekulative Anlageklasse zu sehen.

00:22:13: also für uns ist es eine wichtige Versicherung im Portfolio Kontext.

00:22:17: da hat sich auch über die letzten Jahre.

00:22:23: Wir achten eher auf die langfristigen strukturellen Trends, die für einen höheren Goldpreis sprechen.

00:22:29: Die jetzt momentan nach dieser Krise weiterhin bestehen bleiben.

00:22:35: also wir sehen auf der einen Seite die Staatsverschuldung global ist sehr hoch es über die letzten Jahre weiter angestiegen Das Zinsniveau hat sich erhöht, also die Zinslast der Staaten wird über die nächsten Jahre deutlich höher sein.

00:22:50: Die USA hat momentan ein Haushaltsdefizit von sieben Komma.

00:22:54: fünf Prozent, also vier Prozent ist davon nur die Tilgung der Zinsen.

00:23:02: und Das ist ein strukturelles Thema, das uns über die nächsten Jahre weiterhin betreffen wird.

00:23:09: Die Glaubwürdigkeit der Staaten ihre Schulden zurückzubezahlen und dann auch die Glaubwirklichkeitskrise bei den US-amerikanischen Zentralbank.

00:23:19: Und des Weiteren sehen wir dann auch, dass gerade auch ein gewisser Vertrauensverlust stattgefunden hat.

00:23:25: Also viele Schwellenländer investieren hauptsächlich ihre Währungsreserven mittlerweile direkt in Gold und weniger in US-Staatsanleihen.

00:23:34: also die Bricksstaaten haben über die letzten zehn Jahre ihre Goldbestände hinterhöhnt.

00:23:39: Es zeichnet sich ab, dass diese Goldzukäufe weiterhin Bestand halten werden werden und wir gehen davon aus, dass der Goldpreis auch in diesem Jahr eher mehr Tendenz nach oben hat als nach unten.

00:23:55: Der wichtigste Grund für Gold ist also der stabilisierende Part, den es im Portfolio einnimmt?

00:24:01: Genau wie eine Versicherung oftmals zahlt man die Versicherungsprämie und in den letzten Jahren war das dann auch so, dass man sozusagen den Schadensfall hatte und dann auch eine Kompensation dafür bekommen hat, was man gold gehalten hat.

00:24:13: und ich glaube die Positiven oder die strukturellen positiven Gründe überwiegen momentan so den kurzfristigen Verkaufsdruck.

00:24:21: Dann haben wir heute wieder einige spannende Punkte gestreift und besprochen, ich nehme mit dass die Lage nicht hoffnungslos ist aber sie ist ernst und das man vielleicht mehr als irgendwelche Industriegrundstoffe oder Kunststoffe im Blick behalten müsste was die Inflationen was die Staatsverschuldung macht denn es dürfte ein Thema sein das sind wahrscheinlich längerfristig wahrscheinlich etwas nachhaltiger beschäftigt, wenn ich das nicht falsch verstanden habe.

00:24:47: Genau!

00:24:49: Dann sage ich vielen, vielen herzlichen Dank Kudak.

00:24:51: Danke für die Zeit, danke fürs Gespräch und Ihnen danke fürs Zuhören.

00:24:56: Vielen Dank Herr Engelmann.

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