Zwischen Eskalation und Entspannung

Shownotes

Im aktuellen Podcast der Fürst Fugger Privatbank spricht Christian Curac, Leiter Asset Management, über die wirtschaftlichen Folgen des Nahostkonflikts und die Frage, welche Entwicklungen Anleger jetzt im Blick behalten sollten.
Im Fokus der Folge:
Warum der Nahostkonflikt die Energiepreise weiter beeinflussen dürfte
Öl oder Gas – welcher Energieträger derzeit die größere Herausforderung darstellt
Weshalb Europa heute besser auf eine Energiekrise vorbereitet ist als 2022
Welche Folgen steigende Energiepreise für Inflation und Wirtschaftswachstum haben
Warum Deutschland besonders stark betroffen ist
Welche Auswirkungen das Investitionsprogramm der Bundesregierung haben könnte
Elektromobilität und Energiewende: Wer profitiert langfristig?
Welche Branchen trotz der Unsicherheit Rückenwind erhalten
Warum eine globale Anlagestrategie in geopolitisch schwierigen Zeiten besonders wichtig bleibt
Ausblick auf die zweite Jahreshälfte: Welche Themen Anleger im Blick behalten sollten

Transkript anzeigen

00:00:07: Herzlich willkommen zum Podcast der Fürstvoger Privatbank.

00:00:10: Ich begrüße unseren heutigen Gast, das ist nämlich Christian Kurak, Leiter Asset Management für FürstVogerPrivatBank.

00:00:15: Hallo Herr Kurak!

00:00:17: Hallo Guten Tag Herr Engelmann!

00:00:21: Wir blicken immer noch oder immer wieder Richtung persischer Golf.

00:00:26: Zwischendrin hat es ja so ausgesehen als gäbs an Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran Prompt sind auch gleich die Energiepreise gefallen, bis auf Vorkriegsniveau so.

00:00:36: Öl war bei knapp über siebzig Dollar fürs Barrel.

00:00:42: Davon ist nur keine Rede mehr.

00:00:43: Es gab Eskalationsanzeichen, die iranfreundlichen Houti-Militzen haben Öltankerrouten im Roten Meer sogar beschlossen und schon ging der Ölpreis wieder hoch auf hundert Dollar pro Barrel fiel dann auch gleich wieder nach der Feuerpause und dann stieg er wieder.

00:00:57: Also von welchem Szenario müssen wir denn jetzt eigentlich bei den Energiepreisen ausgehen?

00:01:02: Glauben Sie, dass der Krieg da eskaliert?

00:01:04: also Stichwort Saudi-Arabien die zum Teil mit eingestiegen sind in die kriegerischen Handlungen?

00:01:11: Ja!

00:01:11: Die Erhofft der Waffenluhe ist dann doch kürzer ausgefallen als man erwartet hat.

00:01:16: Wir befinden uns momentan so eine Phase der kontrollierten Eskalation würde ich sagen finden immer wieder gewisse Angriffe statt, dann wird aber eigentlich dauerhaft auch über den Oman aktuell verhandelt.

00:01:29: Ich glaube keiner der Parteien hat momentan ein Interesse daran einen großen Flächenkrieg ausberechen zu lassen, aber sie haben Recht.

00:01:38: also Saudi Arabien ist jetzt mit stärker mit involviert nach wie vor keine große Hauptkriegspartei.

00:01:45: Aber sie werden durch den Iran jetzt in die Zange genommen, weil sie zum persischen Golf ins rote Meer dann auch.

00:01:51: Die haben eine Ausweichroute.

00:01:53: da versucht natürlich der Iran jetzt über die Hutis, die jetzt eingesetzt werden Dann dann auch Saudi-Arabien anzugreifen Auch hier die Rute, die in den ins rotte Meer hinein führt also diese Bab Elmandab Straße auch zu kontrollieren und führt dann letztendlich dazu dass das auch eine gewisse Unsicherheit entsteht Und Saudi-Arabien sich jetzt auch verteidigt und zum Teil Angriffe gemacht hat, aber keine Hauptkriegspartei in dem Sinne ist.

00:02:27: Zu was führt die Eskalation?

00:02:29: Sie haben nach einem Basis-Szenario gefragt.

00:02:31: Ich glaube das Basiszenario ist relativ ... Wir werden uns vermutlich weiterhin in diesem ... in dieser kontrollierten Eskalationsphase befinden, wo der Ölpreis dann zwischen achtzig und hundert Dollar rangieren wird.

00:02:48: Ein ungelöstes Problem ist nach wie vor die Gasversorgung für Europa.

00:02:53: Die ist stärker eingebrochen als nicht die Gas- versorgen für Europa sondern Katar ist einer der größten Gasproduzenten und die bekommen das Gas momentan nicht raus.

00:03:03: da gibt es keine alternativ Routen.

00:03:05: also wir sehen dass der Gaspreis sich im Vergleich zum Jahresanfang wieder nahezu verdoppelt hat.

00:03:11: Bei den Ölpreisen sind wir ungefähr bei etwa vierzig Prozent, also so der Hebel, der uns momentan trifft ist aktuell eher der GasPreis und wenn wir dann die anderen zwei Szenarien betrachten... Also es gibt natürlich ein optimistisches Szenario in dem man jetzt schnell zu einer Einigung kommt.

00:03:28: Der Oman ist hier sehr bemüht.

00:03:30: Es sieht aber aktuell nicht danach aus und man würde auch in diesem Fall vermutlich auch nicht zu diesen Anfangsförder oder zu dieser Ausgangslage zurückkommen.

00:03:39: und das verteilste Szenario, von dem wir jetzt auch nicht ausgehen ist halt einfach ein Flächenkrieg wo dann Saudi-Arabien als Hauptkriegspartei mit einsteigt und es dann zu einer absoluten Eskalation führt.

00:03:54: Aber wie gesagt, dass es nicht das Hauptszenario sondern ein mögliches aber wenigwahrscheinliches... Genau!

00:04:03: Jetzt haben wir natürlich eine wirklich wochenlange fast monatelange Hitzewelle hinter uns und da denkt man nicht gleich an den Winter, aber der wird kommen.

00:04:11: Und mit dem Winter kommt dann auch die höhere Nachfrage nach Öl und nach Gas.

00:04:16: Wir haben gesagt, Gas ist vielleicht noch entscheidender als Öl.

00:04:21: Wenn wir jetzt da einen letzten Herbst zurückdenken, da war das ja ein Thema ob wir überhaupt ausreichend gerüstet sind für einen Winter mit der Energieversorgung.

00:04:29: Also was können von der Situation diese Beschriebenen die Auswirkungen sein?

00:04:34: Zum einen natürlich für uns in Deutschland, aber auch für Europa in der Weltwirtschaft.

00:04:39: Und zwar sowohl was Inflationen angeht und auch diese sogenannten Zweiterunneffekte da die Auswirkungen auf die Konjunktur.

00:04:47: Also da hat sich die Bundesnetzagenturen auch die Europäische Kommission jetzt im Juli dazu geäußert.

00:04:52: also wir gehen aktuell definitiv nicht von einem Besorgungsproblem aus.

00:04:57: Also Europa, Deutschland... hat gerade durch die Lehren aus der Krise, jetzt eine deutlich bessere Infrastruktur.

00:05:06: Also man hat LNG Terminals.

00:05:07: Wir beziehen hauptsächlich LNG nur aus den USA also gar nicht aus Katar.

00:05:12: Das waren ganz kleine Mengen.

00:05:14: wir haben das europäische Gasnetz wurde auch stärker aufgebaut und Ja, es sind dahingehend deutlich besser gewappnet als das letztes Jahr oder als es im Jahr der Fall war.

00:05:26: Ein Problem ist aktuell tatsächlich die Geringe.

00:05:28: Es sind die geringen Gas-Füllstände, also die liegen aktuell knapp über vierzig Prozent zu den letzten Jahren, lagen wieder meistens so zwischen sechszig und siebzig Prozent.

00:05:37: Also es könnte tatsächlich jetzt ein Problem sein, die die Lagerbestände wieder auf die gesetzliche Mindestquote von achtzig Prozent hochzubekommen.

00:05:45: Das ist jetzt aber eher eine Preisfrage oder ein Preisproblem und weniger ein Versorgungsproblem.

00:05:51: Also dadurch, dass mehr Staaten mittlerweile halt dann auch um die begrenzte Anzahl an LNG kämpfen oder die Nachfrage steigt werden wir vermutlich mehr ausgeben müssen.

00:06:07: Man ist ja zu keiner dramatischen Versorgungskrise führen, also eher das Preisproblem.

00:06:12: und da kommen wir genau zu den Auswirkungen die sie genannt haben.

00:06:15: Also das betrifft natürlich alle Wirtschaftsakteure, also die Haushalte direkt.

00:06:20: durch höhere Gaspreise, höhere Heizkosten, höhe Benzinkosten, also hier die reale Kaufkraft sinkt dann wiederum die Unternehmen haben höhere Kosten, die Dimagen sinken, also das belastet dann auch das Wirtschaftswachstum.

00:06:36: und da hat der Internationale Währungsfonds im Juli jetzt seine Schätzung für das globale Wirtschaftswachsen aktualisiert.

00:06:46: Und wir sind in Seattle mit relativ positiven Perspektiven gestartet, also die Weltwirtschaft mit.

00:06:54: Es wurde jetzt kollegiert auf drei Prozent, also es hält sich sogar in Grenzen.

00:06:58: Die USA wird weiterhin mit über zwei Prozent wachsen, also gerade getrieben durch die hohen KI-Investitionen.

00:07:04: aber Europa und Deutschland trifft es dann doch am härtesten.

00:07:07: hier sind auch die Wirtschaftswachstums Aussichten von von eins Komma zwei Prozent auf Null Komma sieben Prozent in Deutschland gesunken.

00:07:17: Europa, Deutschland.

00:07:18: Wir sind netto Energie-Importeure also wir haben hier die höheren Kosten.

00:07:23: plus sind wir deutlich abhängiger von der Weltwirtschaft als es zum Beispiel die USA sind, die eine deutlich stärkere Wirtschaft, also einen deutlich stärkeren Binnenmarkt haben.

00:07:32: Also jetzt mit Blick nach vorne ja die Wirtschaftsaussichten werden reduziert.

00:07:41: Es liegen jetzt nur bei Null, sieben Prozent.

00:07:44: auf der anderen Seite sehen Wieder ein Anstieg der der Inflation, also die Inflition ist kurzzeitig auf zwei Komma drei Prozent gesunken in Deutschland.

00:07:52: Sie wird jetzt wahrscheinlich wieder auf zwei Kommer sieben oder zwei Koma acht Prozent steigen.

00:07:55: Also der der schlimmste Fall oder das könnte sein dass wir in so eine kleine stark Flationsphase in Europa und Deutschland kommen, also geringes Wachsum ne etwas höhere Inflktion

00:08:04: Das sind eigentlich keine allzu schönen Aussichten.

00:08:07: Eine Starkflation ist das, was die wenigsten wünschen und was immer zu vermeiden gilt in den volkswirtschaftlichen Termini.

00:08:15: Aber sie haben gerade eben die Ausgabenseite auch angesprochen.

00:08:20: Die Bundesregierung hat ja ein Fünfhundert Milliarden Investitionspaket versprochen und verabschiedet von dem viele sagen, dass er davon noch viel zu wenig sehen, dass da hier was ankommt.

00:08:31: das Wachstum der Wirtschaft zu stimulieren, Impulse zu setzen und für genau das zu sorgen was sie eben angesprochen haben.

00:08:39: Dass die Wirtschaft wieder wächst.

00:08:41: wie groß ist die Gefahr dass im Großteil dieser fünfhundert Milliarden jetzt eigentlich dafür aufgewendet werden muss, die stärker gestiegenen Energiekosten irgendwie zu kompensieren oder zumindest so halbwegs zu kompinzieren und dadurch eigentlich das Wachtungsimpuls verpufft?

00:09:01: Also ihre Einschätzung kann ich teilen.

00:09:03: Ich glaube, es kommt weniger an als man sich hier oft hätte.

00:09:07: Man muss dazu sagen also diese fünfhundert Milliarden werden auf zwölf Jahre aufgeteilt.

00:09:12: Es entspricht ungefähr einen um vierzig Millionen pro Jahr das dann investiert werden soll.

00:09:16: die Bundesregierung liegt ja sogar zum Teil dahinter.

00:09:19: Sie hätten jetzt deutlich mehr investieren können, als sie es momentan getan haben.

00:09:24: Sie reizen dieses Paket sogar gar nicht komplett aus.

00:09:29: Das Bundesfinanzministerium geht auch davon aus, dass der Wachstumsimpuls ungefähr Nullkoma neun Prozent sein sollte.

00:09:36: jetzt zwei tausend sechsundzwanzig zweitausend sieben und zwanzig.

00:09:40: Und ich vorher erwähnt habe gerade durch den Iran Krieg geht man jetzt davon aus, dass in Europa oder auch in Deutschland halt das Wirtschaftswachsum vermutlich so um Null Komma vier Null Koma fünf Prozent fallen wird.

00:09:51: So dass der Netto Effekt eigentlich dieses Wachstums Impulses durch die natürlich hier jetzt konterkariert wird.

00:09:59: Der netto Effek liegt immer noch bei null Komma fünf Prozent.

00:10:02: aber dieser erhoffte Durchbruch, dass wir jetzt nach sechs Jahren stagnation Einfach mal wieder ein Jahr haben, wo die Wirtschaft mit über einem Prozent wächst.

00:10:10: Was dann auch immer wieder so einen Impuls geben würde für Europa mit Deutschland als größte Volkswirtschaft der verpufft leider in der Hinsicht ja.

00:10:20: und dann kommen wir zum zweiten Punkt.

00:10:22: dadurch dass die Inflation steigt und werden natürlich diese Einen vierzig Milliarden pro Jahr dann auch weniger wert.

00:10:27: also man kann dann gar nicht so viel umsetzen wie man vielleicht möchte.

00:10:31: Jetzt

00:10:32: haben wir gerade so ein bisschen einen nicht allzu euphorischen Ausblick gehört und haben das gerade skizziert, aber es gibt ja fast immer in jeder Situation auch welche davon profitieren.

00:10:45: Und wenn ich mir jetzt vorstelle, der Tankstelle Kosterlitter Benzin grad zwei Euro zwanzig Da müsste doch eigentlich jetzt die Nachfrage nach alternativen Antrieben steigen.

00:10:54: oder nur so Elektromobilität.

00:10:56: Die Frage tut sie das und gibt es darüber hinaus Branchen oder Sektoren oder Unternehmen, die von der jetzigen Situation profitieren?

00:11:04: Also ich sehe mittlerweile fast überall Balkonkraftwerke als Beispiel.

00:11:08: Gibt es welche wo man sagt also da manche haben jetzt gerade ein bisschen Rückenwind?

00:11:14: Ganz spannend!

00:11:15: Wir hatten im Juni Da wurden die Zahlen für die Neuwagenzulassungen veröffentlicht und wir hatten jetzt zum ersten Mal einen Monat, in dem mehr Through Autos zugelassen worden als andere Antriebsklassen wie Verbrenner oder Hybride.

00:11:31: Also das ist mein positives Zeichen.

00:11:34: ob es jetzt kausal mit dem hohen Ölpreis oder Benzinpreis zusammenhängt ist vielleicht gar nicht so klar.

00:11:41: also wir hatten letztes Jahr hatten wir einen geringeren Benzinpreis und das sind die Zulassungen auch weiter gestiegen.

00:11:50: Wir sehen diesen Trend schon ein bisschen länger, der lässt sich meines Erachtens eher darauf zurückführen dass durch den Staat oder durch diese E-Premien die man jetzt beim Kauf eines E-Autos erhält dann gefördert werden.

00:12:04: Gerade im Dienstwagenbereich hat man da auch noch mal einen steuerlichen Anreiz, also sozusagen das sind so die Hauptfaktoren.

00:12:10: Und natürlich fällt da die Kaufentscheidung am Ende des Tages leichter wenn man sieht wie viel man jetzt aktuell für Benzin bezahlt und gerade wenn man in einer günstigen Konstellation ist dass man zu Hause günstig laden kann oder auch in der Arbeit dann ist es definitiv nochmal ein positiver Anreize.

00:12:26: aber ich würde es eher auf die politischen Anreizen auf die Steuersysteme zurück führen.

00:12:31: und zu den Gewinnern.

00:12:32: Da haben wir natürlich auch in den letzten Jahren erlebt, dass das Infrastrukturpaket fließt natürlich in den Ausbau der Stromnetze.

00:12:42: also da gibt es mit dem Versorgern ganz große Gewinner.

00:12:46: Es gibt dann aber auch Unternehmen die einfach diese Kabel herstellen.

00:12:50: Also die haben sich über die letzten Jahre auch sehr stark entwickelt.

00:12:53: Entwickeln Sie schon seit einer längeren Phase relativ positiv?

00:12:58: Aktuell ist das gar nicht so.

00:13:00: der ganz große Impuls, also den sieht man schon ein bisschen länger.

00:13:03: Und auf der Autohersteller Seite, wenn sich jetzt die Aktienkurse vom BMW und VW ansieht, obwohl die mehr E-Autos verkaufen, es sieht es nicht gerade positiv dafür aus.

00:13:14: aber andere Hersteller wie BOID, die sehr aggressiv auf dem europäischen Markt eintreten wollen Die profitieren aktuell doch einfach von höheren Absatzzahlen.

00:13:24: und das sieht man auch zum Teil dann in den Börsenkursen.

00:13:27: Und die sind halt sehr kompetitiv, was die Preise angeht.

00:13:29: also es gibt immer eine Vollausstattung.

00:13:32: Es sind Gefühle, dass sie sich günstiger als VW setzen.

00:13:38: Also der Wettbewerb wird definitiv härter.

00:13:41: Und jetzt um nicht allzu lang zu hören, aber halt ein weiterer Profiteur sind momentan auch die Raffinerien.

00:13:48: Also wir sehen durch den Krieg gerade durch die Situation in Russland, die Ukraine greift dort die Raffeinerien an was dazu führt dass das weniger Raffinarie Kapazitäten haben und auch die Hauptursache für den höheren Dieselpreis ist.

00:14:00: also man hat in den letzten Jahren die Raffen der Kapazität nicht unbedingt ausgeweitet weil man diesen Trend auch zur Immobilität gesehen hat.

00:14:07: aktuell fallen durch den Krieg dann auch die Kapazitäten weg, also eher durch den Krieg in Russland.

00:14:13: Was was dann auch dazu führt dass gerade Unternehmen im Raffineriebereich sehr intensiv tätig sind momentan sich auch sehr positiv entwickeln.

00:14:22: Also diese Raffinerie Marge der Diesel-Price abzüglich des Rohöls ist es momentan auf dem Rekord hoch und davon profitieren dann auch diese Unternehmen.

00:14:32: Jetzt habe ich noch eine Verständnisfrage, da müssen Sie mir ein bisschen helfen.

00:14:36: Ich hab eigentlich gedacht dass wir aus Russland keinen Diesel beziehen.

00:14:39: also inwiefern können sich die jetzt von der Ukraine bombardierten russischen Trafinerien auf unseren Dieselpreis hier auswirken?

00:14:46: Ja das ist ein guter Punkt und es ist genau sehr ähnlich wie mit Katar.

00:14:50: Also wir beziehen aus Katar auch so gut wie gar kein Gas.

00:14:53: aber Katar bietet das Angebot an oder des Weltangebotes durch Muss-Sperrung momentan komplett weggebrochen und Russland exportiert derzeit auch nur sehr wenig Diesel dann in andere Länder, zum Beispiel in die Türkei.

00:15:13: Auch nach Südamerika zum Teil.

00:15:15: Und diese Länder fragen jetzt natürlich auf dem Weltmarkt nach Diesel nach was das dann auch die Preise für uns erhöht.

00:15:23: also ist

00:15:24: es

00:15:25: eher der indirekte Effekt der direkte Effekt, also dass wir jetzt von Fontosland Diesel beziehen würden.

00:15:34: Jetzt haben ja einiges gehört wo so ein bisschen Wolken am Horizont sind den einen oder anderen Silberstreifen auch gerade gehört.

00:15:41: ich hoffe das eben bei der E-Mobilität die Autos nicht nur aus China kommen die jetzt bei uns mehr zugelassen wird sondern dass da auch ein bisschen was von diesem Anteil in deutschen Herstellern hängen bleibt.

00:15:50: aber Bevor jetzt die ganze Republik in den Sommerpause verschwindet, dauert es ein bisschen diese klassische Saure-Gurkenzeit im August.

00:16:00: Diese etwas ereignisarme Zeit und so richtig weitergehen tut es dann im September und Oktober.

00:16:08: was ist für die Monate nach dem Sommer bis zum Jahresende?

00:16:11: So ihr Basisszenario für den Rest des Jahres.

00:16:16: worauf müssen wir uns Ihre Ansicht nach einstellen?

00:16:19: Die Nachrichtenlage wird jetzt, glaube ich auch im August nach wie vor sehr stark dominiert durch die Situation in Iran.

00:16:27: Ich glaube das Basis-Szenario dass wir sehen ist einfach diese kontrollierte Eskalation.

00:16:31: der Iran versucht einfach die Öffnung der Straße von Hormuz zu teuer wie möglich zu verkaufen so viele Eingeständnisse wie möglich erhalten und es wird uns über den nächsten Wochen dann auch begleiten was dann auch den direkten Einfluss oder auf die Inflation haben wird.

00:16:49: Wir haben jetzt auch einen neuen Fettchef, der hat diese Woche seine zweite Sitzung gehabt.

00:16:55: Der Markt kauft ihm das momentan nicht so sehr ab, dass die Inflation aggressiv bekämpfen würde.

00:17:02: also das hat man jetzt auch gesehen, die Renditen sind noch mal deutlich angestiegen Also wird uns ein gewissen Belastungsfaktor darstellen.

00:17:11: auf der anderen Seite auch als Anleihen-Anleger bietet es dann auch wieder recht attraktive Renditen.

00:17:18: Also ich glaube, das ist so der Punkt und ja wir werden auch eine hohe Volatilität im Ölbereich sehen.

00:17:26: jetzt der positive Punkt.

00:17:27: Wir sehen natürlich Europa wie als Investoren investieren aber auch hier als fürs Vorgabtrivatbank global.

00:17:33: also wir können auch in andere Regionen investieren und da sieht Ja die Situation eigentlich ganz gut aus.

00:17:39: Also wir haben vorher schon gesagt, dass der Rückgang des globalen Wachstums nicht Allzu stark, also gerade in den USA sehen wir nach wie vor ein sehr starkes Wirtschaftswachstum.

00:17:49: Also auch hier die Unternehmen sind sehr desilient aufgestellt.

00:17:53: Die aktuelle Ertragssaison läuft auch sehr gut.

00:17:59: Ja es sind gut aufgestellt.

00:18:01: Ich glaube was uns dann auch noch im November stärker beeinflussen wird oder schon im Vorfeld im Oktober sind an die Mithörmwahlen.

00:18:08: das ist dann auch immer ein recht großes Ereignis.

00:18:12: Ja, die Prognosen sehen jetzt eher schlechter aus für Donald Trump.

00:18:15: Also er wird wahrscheinlich den Kongress verlieren.

00:18:17: Es sind dann auch noch mal Faktoren, die dann relevant sein werden.

00:18:22: Für uns könnte dann positiv herauskommen dass vielleicht... ...Donald Trump dann halt vielleicht eine lame Duck wird über die nächsten Jahre und das er dann seine politische Einflussfähigkeit dann doch stärker nachlassen wird.

00:18:35: tendenziell Ich glaube, ich muss mir einen Regional unterscheiden und das ist natürlich jetzt einfach ein Damok-Klassischwert.

00:18:42: Dass über uns schweben wird die nächsten Monate der DRD-Rankrieg.

00:18:45: Die Wirtschaft ist aber nach wie vor relativ robuste Unternehmen stehen gut da.

00:18:48: es wird immer wieder gewisse Gewinneronfolierer geben Aber ich glaube so im Großen und Ganzen sind wir eigentlich relativ vorsichtig optimistisch gestimmt eigentlich auch fürs ganze Jahr.

00:19:00: also

00:19:01: sehr spannender Punkt den Sie gerade eben angesprochen haben die Midterms.

00:19:06: Ich denke daran, dass er schon ein paar Mal in Umfragen hinten lag und am Schluss dann doch immer noch die Kurve gekriegt hat.

00:19:12: Und es gibt ja mehr als einen Beobachter der sagt mal schauen ob da alles mit rechten Dingen zugeht bei den Mütterms und ob er ein solches Ergebnis wie sie ist gerade... Skizziert haben dann auch akzeptiert.

00:19:24: Aber auf jeden Fall, da können wir eigentlich mal einen eigenen Podcast dazu machen fast im Herbst was rauskommt bei den Midterms und wie sich das auswirkt.

00:19:32: denn es ist doch noch relativ viel was an der US Wirtschaft hängt von uns aus betrachtet und sei es nur als Investitionsziel.

00:19:41: Spannende Einsichten wieder heute.

00:19:43: vielen Dank!

00:19:44: Wir blicken nach vorne mit so ein kleines bisschen Bangen aber nicht angstvollen Blick.

00:19:50: Restoptimismus ist immer da und wir gucken vorsichtig optimistisch auf in den Sommer und im Rest des Jahres.

00:19:56: Herr Kutter, ich danke ganz herzlich, dass ich heute Zeit genommen habe für einen Tag.

00:20:00: Vielen Dank!

00:20:01: Sehr gerne, vielen Danke Engelmann.

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