Geopolitik, Inflation und Energie

Shownotes

Im aktuellen Podcast der Fürst Fugger Privatbank spricht Christoph Mertens, Leiter der Niederlassung Köln, über die wirtschaftlichen Folgen des Nahostkonflikts und die Frage, welche Entwicklungen Anleger jetzt im Blick behalten sollten.
Im Fokus der Folge:
• Warum sich geopolitische Spannungen auf Inflation und Lieferketten auswirken
• Weshalb sinkende Ölpreise nicht automatisch sinkende Lebenshaltungskosten bedeuten
• Welche Rolle die Zentralbanken aktuell spielen
• Warum erneuerbare Energien zunehmend ein wirtschaftlicher Standortfaktor werden
• Welche Branchen und Geschäftsmodelle in einem anspruchsvollen Marktumfeld Vorteile haben könnten
Ein Gespräch über Inflation, Energie, Geldpolitik und die Bedeutung einer langfristigen Anlagestrategie in einem zunehmend geopolitisch geprägten Umfeld.

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00:00:07: Herzlich willkommen zum Podcast der Fürstfugger Privatbank.

00:00:11: Heute ist zu Gast bei mir Christoph Mertens, er leitet die Niederlassung Köln Der Fürstfuhrer Privat Bank und Taker Mertends.

00:00:18: Hallo

00:00:19: Die USA und der Iran, die verhandeln jetzt seit einigen Tagen über einen Kriegsende am Golf.

00:00:24: Und da gibt es zwar noch so bisschen unterschiedliche Aussagen was da alles dabei ist.

00:00:27: Die Amerikaner sagen alles verhandelt, die Iraner sagen nö lange noch nicht aber im Hin es wird zumindest verhandelten.

00:00:34: Wir haben auch die ersten Effekte schon direkt gesehen.

00:00:36: Der Ölpreis ist sofort gefallen.

00:00:38: Es gibt aber sicher einige Effekте, die uns wahrscheinlich noch eine Weile begleiten werden und über die wollen wir heute sprechen.

00:00:44: das machen wir zum Thema Denn der Krieg hat er gezeigt, dass Iran in der Lage ist diese Lieferketten weltweit richtig zu beeinflussen oder auch zu Beeinträchtigen zu stören.

00:00:53: Wenn er die Straße von Homusticht macht und in den Jahren seit der Pandemie haben wir ein paar Mal gesehen, dass solche Unterbrechungen sich dann auch längerfristig auswirken können und ihm nicht gleich wieder vorbei sind.

00:01:05: Wie schätzen Sie es ein?

00:01:06: Wie sieht das diesmal aus?

00:01:08: wie langfristig werden die Auswirkungen sein?

00:01:11: Das würde ich trennen in zwei Dinge.

00:01:14: Einmal die Lieferketten, die Sie gerade schon genannt haben aber auch was uns ja die letzten Wochen und Monate sehr stark begleitet hat ist der Ölpreis.

00:01:24: Der ÖlPreis reagiert wie man das kennt sofort auf Entspannung gerade gesehen in der Nacht unter das Vorkriegsniveau wieder gesunken und das ist halt die Auswirkungen dieser Verhandlung.

00:01:35: also wenn verhandelt wird und die Straße von Hormuz offen bleibt dann nimmt der Markt sehr schnelles Risiko raus und der Preisreaktit entspricht.

00:01:45: Die Lieferketten, die wir ja aus der Pandemie schon kennen, die reagieren ja deutlich langsamer weil Routen sind unsicherer Versicherungskosten steigen Unternehmen werden vorsichtiger halten mehr Lager Und diese Kosten bleiben dann etwas länger im System.

00:02:00: und das ist genau der Effekt, der hier angesprochen wird.

00:02:04: Also wir reden jetzt nicht nur über Öl und Gas, sondern auch über Chemie-, Dünger- oder auch Transportkosten.

00:02:10: Und die Industrievorprodukte, die da mit zusammenhängen.

00:02:14: Diese Effekte kommen dann zeitverzögert an.

00:02:18: Aber trotzdem weil sie den Vergleich gezogen haben... Wir haben jetzt kein zweites... ...Zweitausendzwanzig wo wir diese extreme Inflation hatten.

00:02:28: Damals waren wir über das Gas deutlich verwundbarer und diesmal sieht es eher nach einem Buckel aus, nach dem Inflationsbuckel.

00:02:36: Der ist unangenehm aber der muss nicht zwingend dauerhaft vorhanden bleiben.

00:02:41: also wir können es glaube ich bildlich sagen Wir sind mit nem blauen Auge davon gekommen Aber das Blaue Auge tut trotzdem weh.

00:02:50: Bleiben wir ganz kurz bei der Inflation weil sie es eben angesprochen haben Energiepreise sind klar, sie sind einer der Haupttreiber der Inflation und Sie haben es eben gesagt, Energie wäre günstiger.

00:03:00: Da müsste auch die Inflacion jetzt wieder zurückkommen.

00:03:04: Ja, günstige Energie hilft erstmal natürlich weil die steckt ja überall drin also an der Tankstelle im Haushalt beim Heizen in Transport aber auch schlussendlich natürlich in den Produkten gekoppelt ist.

00:03:20: Und Inflationen auch da funktioniert leider nicht wie ein Lichtschalter, also man kann sie nicht ein oder ausschalten.

00:03:28: wenn das Öl automatisch fällt wird es sofort am nächsten Tag wieder günstiger beziehungsweise werden die sinkt die Inflations sofort wieder.

00:03:36: Wir haben ja auf der Unternehmensseite häufig mit langfristigen Verträgen und Kondition zu tun.

00:03:43: Und die Lagerbestände, die sie teuer eingekauft haben und die Preise durchgesetzt haben.

00:03:47: Die sind erstmal da!

00:03:51: Das kennen wir alle.

00:03:52: Preise gehen erst mal schneller hoch als wieder fallen.

00:03:55: Das sieht man auch im normalen Umfeld im Handel und bei Dienstleistungen.

00:04:00: Der Preis ist einmal akzeptiert und dann wird er selten... schnell auch wieder zurückgenommen, wenn überhaupt zurückgenommen und die Inflationsrate kann in dem Kontext natürlich sinken mit sinkenden Energiepreisen.

00:04:12: Das ist so aber das Leben wird dadurch nicht automatisch wieder billiger sondern es wird wahrscheinlich eher mal nur langsamer nicht teurer.

00:04:22: Jetzt können wir natürlich als Privatpersonen wenig gegen die Inflation machen, wenn uns Strategien überlegen wie man hohe Kosten vermeidet.

00:04:30: aber die einzigen die wirklich was machen können oder die da auch dass man dazu haben sind die Zentralbanken und anschauen jetzt natürlich alle wieder hin.

00:04:37: Was machen die denn gerade gegen den Inflations?

00:04:41: Die Europäer haben ja schon angefangen das klassische Rezept quasi abzuarbeiten.

00:04:48: Wirkungsweise wäre dann entsprechend, dass die Kredite für Unternehmen als auch für private Teurer werden.

00:04:54: Die Nachfrage geht zurück und der Preisdruck also der Konsum folgende Preistrukte lässt erst mal nach.

00:05:02: Nur wir sind gerade in einer Situation, die sehr undankbar ist weil es etwas schwieriger ist als diese klassische Abfolge und dieses klassische Legde-Punkt.

00:05:13: Weil die Preise steigen ja nicht, weil die Wirtschaft so gut läuft Sondern die Preise steigen ja bei der Energie und der Transport.

00:05:23: Und die Vorprodukte, alle teurer werden.

00:05:27: Von gegensollte Inflationsursachen da helfen höhere Zinsenbleime nur begrenzt weil den Ölpreis den kann die Zentralbank nicht senken.

00:05:38: Die Zentralbahn kann auch nicht dafür sorgen dass irgendwo ein einziges Schiff sicherer durch die Straße von Hormuz kommt.

00:05:44: Und gleichzeitig ist es ja auch in Europa von der Konjunktur Seite nicht besonders stark.

00:05:51: Also da haben wir eigentlich eine erhöhte Zinslandschaft, die auf eine schwächere Konjunktion trifft.

00:05:56: und da besteht jetzt natürlich wiederum die Gefahr wenn wir zu stark in die Zinserhöhung reinrutschen dann riskieren wir das zarte Pflänzchen der Wirtschaft komplett zu zertreten.

00:06:09: Und das ist jetzt eine Gratwanderung, auch übrigens in den USA.

00:06:14: Glaubtwürdig gegen diese Inflation zu arbeiten?

00:06:18: Das ist sicherlich der Grund für die Zinserhöhungen in Europa, die wir gesehen haben aber nicht unnötig Aktienismus aufzuzeigen und die Zinzen unermesslich schnell und groß zu erhöhen weil das würde dann letztendlich alles komplett an den Boden werfen.

00:06:37: Sie haben die USA gerade eben angesprochen.

00:06:40: Die weisen ja gerne darauf hin, dass sie komplett autark sind und das eigentlich von diesem weltweiten Energiemarkt überhaupt nicht abhängen.

00:06:46: also aber auch dort ist er die Inflation ein Thema Und dort gibt es einen neuen Chef in der Fett Kevin Walsch.

00:06:52: was macht er?

00:06:55: Also diese Autakie oder die Unabhängigkeit Ist im Vergleich zu Europa natürlich deutlich größer.

00:07:03: Also die USA haben Öl- und Gas auch in großen Mengen und sind der berühmte Netto-Export höher.

00:07:12: Aber komplett sind sie natürlich nicht abgekoppelt, weil der Ölpreis der gilt ja nicht für die USA oder für Europa singulär sondern es ist ja nur ein Weltmarkt.

00:07:22: Und wenn der Weltmarktpreis steigt wirkt das auch in den USA auf die Amerikaner und ein amerikanisches Unternehmen.

00:07:32: Da wird es ja mit einem Teufel zugehen, wenn die ihr Öl nicht zur Backmarktpreis verkaufen sondern günstiger weil das die Politik gerne hätte.

00:07:42: Und die orientieren sich dann am Marktpreis und die höheren Energiepreise sind auch bei den US-Verbrauchern und Unternehmen angekommen.

00:07:51: Auch da ist die Zapfsäune so mehr oder weniger ein bisschen der der entscheidende Punkt, wo Politik dann am Ende des Tages wirklich ankommt und den Bogen zu schlagen zur Fett.

00:08:07: Sie hat deutlich weniger Spielraum als ich das vielleicht der US-Präsident wünschen würde, der ja immer noch sehr gerne Zinssenkung sehen würde.

00:08:17: Niedrige Zinsen wären für Wirtschaft und Börse sicherlich sehr bequem aber bei hartnäckiger Inflation kann er nicht darüber hinwegsehen und mal für die nächsten Wochen und Monate sicherlich mein mindestens das Niveau halten.

00:08:35: Was die Märkte jetzt sehen beziehungsweise was kommt, es ist deutlich kontroverser geworden innerhalb der FED.

00:08:43: aber trotzdem kann man da jetzt nicht der Politik liebkind machen sondern es wird sicher auch da eine glaubhafte Inflationspolitik geben Und deshalb werden wir da keine Geschenke sehen und niedrige Zinsen auf absehbare Zeit.

00:09:03: Jetzt steht es uns gar nicht an, hier den Krieg im Golf bewerten zu wollen und da groß politisch zur Aussage hinreißen zu lassen.

00:09:12: aber wenn man schaut dann hat jetzt nicht so viele Gewinner gegeben bisher.

00:09:17: also das ist eigentlich nichts besser als vorher.

00:09:19: die internationale Ordnung ist beeinträchtigt es wurden Milliarden aufgewendet Aber was wir sehen, ist es gibt eine Rückkehr der erneuerbaren Energien.

00:09:29: Um die war's in den letzten Jahren ein bisschen ruhig geworden aber jetzt schaut man wieder umso stärker drauf.

00:09:36: Ja also Sie sagen keine solche Artige Krisen.

00:09:40: Also klingt Unsicherheit gestörte Lieferketten.

00:09:44: das ist für niemandem gut und belastet uns alle sei es auf einer Ebene nicht diskutieren oder auch einfach wirtschaftlich.

00:09:52: Und Krisen Gewinner, da ist man immer so ein bisschen vorsichtig gerade in dem Kontext.

00:09:59: Aber was sicherlich ist, dass solche Situationen und Krisen uns immer sehr deutlich unser Schwachstellen offenlegen.

00:10:06: Und wenn ein Konflikt in einer Region sofort einen Einfluss auf Öl- und Gaspreise oder Energiepreise hat und die Inflation bewegt... dann merkt man am Ende des Tages, wovon man abhängig ist.

00:10:20: Und deshalb bekommt dieses Thema erneuerbarer Energien, weil wir nun mal in Deutschland und Europa, wenn wir jetzt mal Kerneuropa nehmen nicht so viel Öl- und Gasvorräte haben.

00:10:33: Deshalb bekommen die wieder Rückenwind aber nicht mehr aus dem Klimaspekt wie vor einigen Jahren sondern das ist jetzt ein Sicherheits- bzw.

00:10:41: Standortaspekt.

00:10:43: Wenn Unternehmen oder Haushalte ihren Teil selber erzeugen können, unabhängig durch welche Form auch immer.

00:10:51: Dann sind sie natürlich unabhängiger und weniger anfällig für eine solche Art von Krisen.

00:10:57: Es gibt immer noch genug Krisen die wo die Energie vielleicht nichts zuträgt aber Erneuerbare lösen jetzt nicht über Nacht die Probleme.

00:11:06: das wäre schön.

00:11:07: Aber wenn wir es langfristig verfolgen Und da ist glaube ich die Besinnung wieder zurückgekommen weg von der Ideologie.

00:11:14: Wenn wir das langfristig verfolgen, sind wir weniger verletzlich und genau das hat jetzt diese Krise wieder getriggert und auch deutlich gezeigt.

00:11:24: Und unmittelbar... Sie haben gerade eben auf die Privatpersonen mittelbar angesprochen und man hatte sofort gesehen dass diese Balkon-Solarkraftwerke oder Solarpaneele durch die Decke gegangen wurden.

00:11:38: Haben sicher verkauft die geschnitten Brot aber trotzdem Immer noch gesehen, dass die Abhängigkeit von fossilen Energien doch relativ groß ist auch in Europa und obwohl es auch schon mal so eine Zäsur mit einem kleinen Krieg gab.

00:11:54: Ja absolut also Öl- und Gas ist ja weiterhin für uns notwendig.

00:11:59: Also da kommen wir nicht drumherum.

00:12:00: sei es jetzt Industrie oder auch der private Verbrauch das wird so schnell uns nicht verlassen.

00:12:07: aber Europa hat seit dem letzten Schock dazu gelernt Die Schwachstände schon damals erkannt und wir sind jetzt deutlich diversifizierter, sagen wir mal so in der Mittelherkunft dieser Rohstoffe die wir noch was brauchen.

00:12:23: Wir sind ja nicht mehr mit einem großen Engagement bei einem Lieferanten sondern es hat sich in Richtung Norwegen, Niederlande oder auch Nordamerika verschoben.

00:12:39: Das macht uns jetzt erst mal robuster, weil eine Streuung hilft natürlich.

00:12:45: Wenn Sie keine Klumpen aufbauen machen sie es etwas gespreidiger zu aber robust heißt nicht unabhängig.

00:12:50: also wir brauchen das immer noch von extern und auch darum ist es ein Weltmarkt und wenn die globalen Preise sich verändern dann müssen wir die auch bezahlen.

00:13:02: und deshalb weiter aufstellen ist die richtige Antwort an der Stelle die Energie selbst erzeugt oder mehr Energie selbst der Zeug.

00:13:15: Solarenergie, vor allem Windenergie war natürlich jetzt in den letzten Wochen und Monaten viel diskutiert wird dann in aller Munde und generell Strom als Möglichkeit Dinge zu betreiben und nicht nur über fossile Brennstoffe.

00:13:31: gilt dieser Boom auch für die Elektromobilität?

00:13:33: Oder kommt ja auch erst mit Zeitversatz?

00:13:38: Grundsätzlich gilt das auch für die Elektromobilität.

00:13:42: Und hier geht es dann am Ende um die Frage, wie abhängig wir dauerhaft von den fossilen Energieträgern und vom Verbrenner sein wollen?

00:13:52: Also wenn wir uns an die Anfänge der Elektromobilität oder der breiten Elektromobilität zurück erinnern vor einigen Jahren, nicht immer um reichweite Ladeinfrastruktur und auch Preis.

00:14:05: Was kosten die Modelle?

00:14:09: Die gibt es nach wie vor diese Überlegungen und diese Einwände aber sie werden zumindest weniger und kleiner.

00:14:15: Und die Reichweitenthematik ist glaube ich das sind wir uns eigentlich erledigt.

00:14:20: Ladeinfrastruktur wird besser und die Modelle, da ist natürlich jetzt immer die Klammer.

00:14:26: Wo kommen sie her?

00:14:27: werden dadurch bezahlbarer?

00:14:29: Und dadurch wirbt das Auto immer mehr zur Alternative.

00:14:34: aber wichtig ist auch hier wie bei den Erneuerbaren Die Debatte ist nicht ideologisch sondern geht es um das wahre Leben.

00:14:43: Es ist praktisch geworden Die Leute bewegt es, die Frage was kostet das Auto?

00:14:49: Was kostet der Kilometer?

00:14:50: diese Berechnung wenn wir alle und wo kann ich laden.

00:14:54: Passt das zu meinem Alltag?

00:14:56: Und Ich glaube Wir sind dabei Weil wir eben.

00:14:59: Der Mensch ist dann am Ende des Tages pragmatisch weil Es Jetzt Um eine wirkliche Debatte Geht Und Die Dann sich von der Politik Etwas Weglöst und zum normalen Markt wird und dann benötigt auch Am ende des Tages keine kaufeanreize mehr.

00:15:15: Also Ja Da sieht man sicherlich die ein oder andere deutlichere Entwicklungen als am Vergleich zu den letzten Jahren.

00:15:24: Aber dann hätte dieser Konflikt, über den wir eingangs gesprochen haben ja doch nicht nur Verlierer hervorgebracht, sondern hat es zumindest einen positiven Effekt gehabt?

00:15:32: Oder zumindest eine Branche, die sagt oh ich spüre ein bisschen Rückengrind.

00:15:37: Das wäre der Branche sehr zur Wünsche.

00:15:40: also wenn man die Nachrichten verfolgt wäre das schön.

00:15:47: Jetzt haben wir so ein bisschen skizziert oder Sie haben ein bisschen beschrieben, was die Auswirkungen dieses Kriegs auch noch in den nächsten Monaten sein können und vermutlich werden.

00:15:57: Das ist natürlich für Anleger dann interessant.

00:16:01: Welche Regionen welche Branchen könnten jetzt eventuell profitieren?

00:16:05: Worauf muss man achten?

00:16:07: Wo sehen sie Chancen und wer wird vielleicht noch ein bisschen länger mit den Auswirkung zu kämpfen haben?

00:16:16: Unter dem Strich sind ja Inflation und hohe Energiepreise als Kernelemente für Unternehmen erstmal sehr unterschiedlich in der Wechselwirkung.

00:16:29: Und wird dann am Ende des Tages auch unabhängig von der Region, also das möchte ich ausklammern, sehr groß die Unterschiede nochmal zwischen den Unternehmen sichtbar machen.

00:16:42: Wenn die Energiedauer auf teurer bleibt dann werden natürlich die Unternehmen profitieren, die eine hohe Preisesetzungsmacht haben und die vom Investitionsbedarf profitieren.

00:16:54: Also wir reden konkret jetzt über Energieinfrastruktur, Stromnetze, Automatisierung sowie aber auch alles was mit Rechenzentren und künstlicher Intelligenz zu tun hat weil da können sie die Preise einfach hochziehen, weil die Nachfrage so stark ist.

00:17:11: Unter Druck kommen natürlich die klassischen Hauptsächlich auch deutschen energieintensiven Branchen.

00:17:18: Da reden wir über Chemie, da reden wir von Grundstoffe aber auch Teile der Automobilzulieferer.

00:17:25: Der klassische Einzelhandel und auch magisch schwache Geschäftsmodelle sind dann sicherlich etwas mehr im Feuer als andere weil die Kosten einfach nicht weitergehen können.

00:17:39: Der zweite Aspekt oder ein zentraler Aspekt hier sind noch mal die Zinsen.

00:17:44: Wenn die Inflation halt doch etwas länger hoch bleibt, gerade viele hochverschuldete oder stark verschuldete Unternehmen noch mal weiter unter Druck.

00:17:53: Aber auch wenn wir jetzt an die Immobilienwerte direkt denken, die zum Beispiel auch sehr stark abhängig sind von Zinsen.

00:18:03: Wenn wir raus suchen und das ist ja immer so die Essenz bei solchen Diskussionen wird es wieder so sein dass es wenige Gewinner gibt die deutlich überproportional gut laufen in dieser Zeit.

00:18:17: Und dann wird sich rausstellen, wie robuste Geschäftsmodelle sind.

00:18:20: aber wir müssen weiterhin darauf achten dass wir ein gutes strukturelles Wachstum im Unternehmen haben und da ist man glaube ich mit den Erstgenannten zumindest mal in einem positiven Bereich.

00:18:36: Und ansonsten machen wir einfach fürs kommende Jahr so, dass wir uns im Winter mit Klimaanlagen eindecken und darauf hoffen, dass es wieder eine hitze Wälde gibt wie dieses Jahr im Juni.

00:18:47: Das

00:18:48: war ein guter

00:18:49: Profit gemacht.

00:18:50: Das

00:18:50: kann Leben retten!

00:18:52: Ja absolut.

00:18:56: Danke ganz herzlich für die Zeit heute wieder viel gelernt, viel mitgenommen und ich glaube auch das für die Anlegern, für die Zuschauer interessant war immer ihre Einschätzung zu hören wie Sie es einschätzen, dass sich die Situation ja noch weiterentwickelt.

00:19:09: Das Schlimmste, glaube ich, haben wir, wie Sie sie eben gesagt haben, ist vorbeigekommen mit einem blauen Auge davon.

00:19:14: Es tut mir ein bisschen weh aber es heilt ab.

00:19:17: Wir werden es.

00:19:17: vielen Herzlich Dank an.

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