Aktien verstehen, Schwankungen aushalten, Vermögen langfristig aufbauen
Shownotes
Warum Aktien in Deutschland heute deutlich akzeptierter sind als noch vor 15 Jahren
Welche Rolle die Niedrigzinsphase für den Aktienboom gespielt hat
ETFs, Social Media & Finfluencer: Fluch oder Chance für Anleger?
Warum hohe Renditen ohne Schwankungen nicht existieren
Was historische Börsenkrisen Anleger wirklich lehren
Weshalb viele Anleger Verluste zu lange aussitzen
Behavioral Finance: Die Psychologie hinter Anlageentscheidungen
Warum erfolgreiches Investieren mehr mit Verhalten als mit Prognosen zu tun hat
Wie professionelle Vermögensverwaltung Anleger in Krisen begleitet
Transkript anzeigen
00:00:09: Herzlich willkommen zum Podcast der Fürstfugger-Privatbank.
00:00:12: Heute ist bei uns zu Gast Marco Behring, Marco Behering ist Bereichsleiter Asset Management für den Fürstfuhrer Privatbank, hallo Herr Behrting!
00:00:19: Hallo Herr Engelmann, grüß Sie!
00:00:21: Als Bereitsleiter asset management.
00:00:23: im asset management befasst man sich ja mit den verschiedenen Anlageklassen und da wollen wir heute auch mal einen Blick auf diese Anlageklassen werfen und zwar ganz speziell auf die Anlage Klasse Aktien.
00:00:33: denn die Deutschen galten immer so ein bisschen als Aktienavers nicht so richtige Börsenfreunde, aber man hat das Gefühl, dass sich ein bisschen gewandelt ist.
00:00:42: in Themen wie ETF-Spaden und Kapitalmarktorientierte Altersvorsorge, Vermögensaufbau etc.
00:00:49: wird heute viel stärker diskutiert und man hat den Eindruck diese Abneigung ist ein bisschen zurückgegangen?
00:00:54: Wie nehmen Sie es wahr?
00:00:56: Ja, eine spannende Frage Engelmann ich kann dazu stimmen.
00:01:01: dieser Entwicklung beobachten wir wirklich relativ deutlich und ich kann mich noch relativ gut an die Anfangszeit der Zwei-Tausendzehner Jahre erinnern.
00:01:10: Man darf ja nicht vergessen, wir kamen damals Jahr so ab dem Jahr zwei-tausendzehn aus einer historisch schwierigen Phase für Aktienanleger.
00:01:18: Wir hatten damals ja den Dotcom-Krisch Anfang der Zweitausenderjahre.
00:01:22: dann hat man im Jahr acht die Finanzkrise und wenn man sich jetzt beispielsweise in dem Zeitraum den DAX anschaut, dann hat man eigentlich zwischen zwei tausend und zweitausend dreizehn faktischer Markt zum Markt kein Geld verdient.
00:01:34: Das war eigentlich wenn man so möchte denn ja verlorenes Aktienjahrzehnt und entsprechend war damals also so zwei Tausend zehn dann auch wirklich die Stimmung.
00:01:43: viele Anleger waren vorsichtig teilweise sogar enttäuscht vom Aktienmarkt vom Kapitalmarkt In der Fürstfugger-Privatbank begonnen, also auch mittlerweile fast schon fünfzehn Jahre und damals war unsere mit Abstand beliebteste Strategie eine Vermögensverwaltung mit maximal fünfundzwanzig Prozent Aktienquote.
00:02:03: Also Aktien haben da zwar eine gewisse Rolle gespielt damals aber eben eher als Beimischung und wirklich höhere Aktienquoten, also fünftig Prozent, sechzig Prozent, siebzig Prozent oder sogar hundert Prozent das Ja, damals eigentlich eher die Ausnahme.
00:02:18: Es war schon fast, wenn sie so wollen exotisch.
00:02:20: der Fokus lag damals ganz klar auf Renden anlagen
00:02:25: Aber irgendwann gab es dann halt keine Zinsen mehr was auch kurz vorher keiner geglaubt hätte und dementsprechend haben die Rentenanlagen dann auch nicht mehr funktioniert.
00:02:34: Exakt genau das hat sich tatsächlich in den vergangen fünfzehn Jahren fundamental geändert Und Sie haben es angesprochen, ein wirklich wesentlicher Wendepunkt war wirklich diese Niedrigzählphase vor allem ab Zwei Tausend Fünfzehn.
00:02:48: Also wir erinnern uns Mario Tragi EZB whatever it takes nullzins und so weiter und sofort und plötzlich ist da etwas weggefallen was für viele Anleger jahrzehntelang wirklich gut funktioniert hat nämlich der klassische Zins.
00:03:04: Und damit verschwand letzten Endes auch eine ganz zentrale Alternative zur Aktie Und das hat natürlich besonders, also am frühesten die institutionellen Anlieger getroffen.
00:03:14: Also beispielsweise Stiftungen oder Pensionskassen und die standen damals jetzt ein Endes von einer relativ existenziellen Frage nämlich wie generell ich künftig überhaupt noch erträge?
00:03:26: Wie erfülle ich meinen Stiftungszweck?
00:03:27: Wie halte ich mein Vorsorgeversprechen?
00:03:30: Wie erfühle ich meinen Kapitalbedarf?
00:03:33: Und das halt in einer Rahmenbedingung, wenn man so will, wo es dann letzten Endes keinen Zins mehr gab.
00:03:37: Genau deshalb begannen diese Akteure sukzessive die Aktienquoten Schritt für Schritt auszuweiten.
00:03:44: Zunächst war das also, wenn Sie so wollen dieser Trend den sie jetzt gerade beschrieben haben Eingangs ein Trend der überwiegend institutionell geprägt war und ab zwanzig-zwanzig da hat sich dann diese Entwicklung letztendlich noch mal massiv beschleunigt auf den Privatkunden ausgeweitet.
00:04:01: Natürlich durch Corona, durch die enorme Aufmerksamkeit, die dann auch die Kapitalmärkte bekommen haben.
00:04:07: GameStop, wir erinnern uns, das war ja damals in aller Munde durch ETFs und letzten Endes durch die insgesamt gut gelaufenen Aktienmärte.
00:04:15: also kurz um ihre Eingangsfrage zu beantworten Ja!
00:04:19: Wir sehen diesen Trend, wir sehen ihn auch im institutionellen Bereich Beobachten wir den allerdings schon ein bisschen früher nämlich eigentlich schon seit Aufgrund der Zinssituation damals, das hat sich ja mittlerweile was die Zinsen angeht wieder ein bisschen normalisiert.
00:04:34: Aber der Trend bleibt immer noch nach wie vor intakt und im klassischen Privatkundengeschäft da sehen wir es verstärkt eben Wie gesagt seit zwanzigzwanzig.
00:04:43: Wir erleben eine größere Offenseitens vieler Privat Kunden was das Thema Aktien angeht Und wenn man sich umschaut ist es aber glaube ich jetzt auch fast schon ein universeller Trend Auch in der Breite der Bevölkerung.
00:04:55: Und das ist aus meiner Sicht, wenn Sie mir jetzt diese persönliche Meinungsbekundung gestatten.
00:05:00: Eigentlich eine super spannende und auch sehr positive gesellschaftliche Entwicklung, die wir da sehen.
00:05:07: Positiv ist ein schönes Stichwort, denn wenn man sich mal diese Zeit anschaut seit dem Jahr zwei Tausend Fünfzehn dann war es ja eine überwiegend positive Aktienzeit und positive Börsenzeit.
00:05:16: also die breite Öffentlichkeit, die sie gerade eben gestildert haben.
00:05:20: Die hat ja hauptsächlich steigende Märkte erlebt.
00:05:24: Aktien sind populäre geworden.
00:05:26: Jeder hat irgendwelche ETFs im Depot.
00:05:28: noch dazu gibt es Finfluencer, die sagen diese fünf Aktien musst du haben und dann wirst du furchtbar reich.
00:05:34: Laufen wir so ein bisschen Gefahr dass wir die Risiken, die sehr nach wie vor gibt oder von dem ich das denke, dass es sich nach wie vorgibt, dass man die so ein bischen auf die leichte Schulter nehmen?
00:05:43: Ja absolut!
00:05:44: Und ich glaube genau hier liegt heute auch glaube ich, eine der wichtigsten Aufgaben einer Bank die ihren Schwerpunkt im Bereich Vermögensverwaltung hat.
00:05:54: Nämlich Erwartungsmanagement und vielleicht auch die fabblig fundierte Begleitung der Kunden.
00:06:00: Weil es interessant ist ja vor fünfzehn Jahren war die Situation fast genau umgekehrt nach dem vierten Aktienjahr zehnt Ich habe es angesprochen zwischen zwei tausende und zweitausend zehn.
00:06:09: da musste man Aktien ja teilweise wirklich regelrecht erklären.
00:06:12: Man musste Überzeugungsarbeit leisten und viele Anleger hatten damals auch ein bisschen das Gefühl, Aktien sind vor allem riskant.
00:06:20: Aktien bedeuten Krise, Aktie bedeuten Verlust.
00:06:24: Und unsere Aufgabe als Vermögensverwalter war damals den langfristigen Nutzen so ein bisschen bei den Aktienanlagen rauszuarbeiten also zu erklären warum Aktien letzten Endes trotz aller Schwankungen, trotz aller Risiken langfristig in wichtiger Bestandteil im Vermögenauf- und Ausbau sind.
00:06:40: Und heute erleben wir fast eine gegenteilige Situation durch die stark bestiegenden Märkte, durch die ETFs.
00:06:46: Durch das Thema Social Media Influencer haben wir eine enorme Präsenz und das hat natürlich auch dazu geführt dass die Erwartungen teilweise recht hoch geworden sind.
00:06:55: Da entsteht dann manchmal so eine Vorstellung, dass seine Aktienstrategie dauerhaft zweistelliger Renditen abwerfen muss, dass fünfzehn oder zwanzig Prozent pro Jahr fast schon normal sind.
00:07:06: Genau da müssen wir heute teilweise eher bremsen.
00:07:09: Genauso unrealistisch wie, sagen wir in dieses Jahrzehnt.
00:07:13: Diese Vorstellung nach dem Jahrzehn, Zwei-Tausend bis Zweitausendzehn war nämlich das Aktienmärkte dauerhaft immer nur Crashing und das Akzeniespaß machen, dass man damit kein Geld verdienen kann.
00:07:22: Genauso unrealistisch ist heute teilweise die Erwartung des Aktiemärktes.
00:07:26: halt einfach dauerhaft nur steigen.
00:07:29: Und genau das ist glaube ich ein ganz wichtiger Punkt langfristige Aktiendienten.
00:07:34: die entstehen nie geradlinig, sondern immer gemeinsam im Einklang mit Schwankungen und Unsicherheit.
00:07:40: Und auch eben mit Phasen, die zwischenzeitlich ja wenn sie so wollen relativ unangenehm werden können.
00:07:47: Und genau deshalb ist es aus unserer Sicht auch ganz wichtig und auch die zentrale Aufgabe von einer Bank, die Vermögensverwaltung betreibt.
00:07:54: Kunden eben nicht nur in diesen guten Marktphasen zu begleiten – klar!
00:07:57: Auch das tun wir – aber sondern gerade auch die Erwartungshaltung gemeinsam mit den Kunden richtig einzuschätzen.
00:08:04: Also gemeinsamen realistisches Bild davon zu entwickeln was langfristig erwartbar ist und eben auch das ganz wichtig, was dauerhaft nicht realistisch erwartbares und eben auch auf schwäche Phasen vorzubereiten.
00:08:18: Auch letzten Endes, um Kunden davor abzuhalten am tiefsten Punkt auszusteigen, am tiefstem Punkt die Nerven zu verlieren.
00:08:24: Und das geht halt nur indem man Vorbaut, in dem Schmerzpunkte im Beratungsgespräch abfragt, indem man auslotet wo die Risikotoleranz des Kunden letzten Endens ist.
00:08:36: Wenn Sie so wollen wenn die Sonne scheint sich ein Plan fürs Regenwetter macht und zurecht legt.
00:08:46: Ich bin jetzt mal ein bisschen boshaft und sage viele Anleger spielen so ein bisschen waschen mich aber mach mich nicht nass, bitte schön.
00:08:51: Also den Dieten ist toll.
00:08:53: ja ich hätte auch gerne langfristige den Dieten Aber diese schwäche Phasen die sie gerade eben angesprochen haben also die finde ich jetzt nicht zu gut die sollte man besten vermeiden Und man ist ja irgendwie auch geneigt gesagt oh jetzt geht es ein bisschen runter Lassen wir vielleicht eher rausgehen dann können wir später wieder einsteigen.
00:09:08: Ist das ein Kardinalfehler?
00:09:13: Eine der wichtigsten Erkenntnisse überhaupt, wenn man über Aktienmärkte spricht ist das langfristige positive Aktiemarktendiete niemals kostenlos daherkommt.
00:09:26: Die ist immer Belohnung dafür dass Anleger zwischen zeitlich Unsicherheit ausgehalten haben aushalten mussten.
00:09:35: und was glaube ich vielen bewusst sein muss die sich Finanzmarktummel, die sie im Aktsemarktummeln sind ist die Tatsache dass Aktsemerkte wirklich brutal sein können.
00:09:46: Die sind wild und unberechenbar.
00:09:48: das kann auch mal emotional relativ belasten sein und wer darauf nicht vorbereitet ist wer halt Schwankungen möglichst komplett vermeiden möchte weil relativ schnell kalte Füße bekommt der trifft dann halt genau dann oft unkluge Entscheidungen wenn die emotionale Belastung am größten ist nämlich zum schlechtesten Zeitpunkt zb dann aus dem Markt auszusteigen.
00:10:09: Und historisch betrachtet, wenn man sich das über einen langen Zeitraum anschaut.
00:10:13: Da waren starke Renditen immer verbunden mit Krisen und Rezessionen, mit Crashs, mit Angst.
00:10:20: Und genau deshalb sind Aktienrenditen in der Vergangenheit eigentlich nur dann möglich gewesen... wenn man letzten Endes auch mal zwischendrin einen gewissen Schmerz ausgehalten hat.
00:10:30: Also der Weg dahin zu dieser Premium, was der Aktienmarkt bietet ist halt meistens steinig und diese Risikoprämie gäbe es wahrscheinlich gar nicht, wenn es halt nicht auf diesem Weg an der ein oder anderen Stelle dann auch mal schmerzhaft wird.
00:10:47: Ich glaube, das ist ein wichtiger Begriff und ein wichtiger Aspekt.
00:10:51: Das es sich dann schon um Risikoprämien handelt.
00:10:54: man geht an Risiko ein und dieses Risiko materialisiert sich oder eben nicht Und dafür gibt es eine Dividende einen Kursgewinnen an was auch immer.
00:11:03: aber kurz bei dem Schmerz den sie angesprochen hatten wie viel schmerz muss man denn aushalten?
00:11:10: Wie viele Schwankungen?
00:11:14: Wo?
00:11:15: viele Schwankungen muss ein langfristig orientierter Anleger auch mal durchkönnen?
00:11:20: Ja, also man kann sicher dieser Frage relativ richten und auch empirisch nähern.
00:11:26: Wenn man sich jetzt mal beispielsweise den MSCI World anschaut das ist ein Index der die großen Aktiemärkte weltweit abbildet.
00:11:35: Wenn Man Sich Den Anschaut Seit größere Krisenphasen.
00:11:45: Und manche davon waren ja relativ massiv ein Fall oder Zweifel haben wir schon vorhin angesprochen, am prägensten das verlorene Aktienjahrzehnt der Nullerjahre.
00:11:55: da hat man zuerst den Dot Comcrash ab zweitausend.
00:11:58: danach kam dann die Finanzkrise und der MSCI World wenn sich jetzt den anschaut sehr breit gestreut der Verlohr ungefähr fünfzig Prozent sowohl Während des Dot-com-Crashes, dann erholte sich der wieder.
00:12:13: Die Aktienmärkte liefen ja dann wieder einigermaßen gut von zwei Tausend drei bis zwei tausend sieben.
00:12:18: aber dann folgte relativ kurz danach, die Finanzkrise, wo es dann wieder fünfzig Prozent runter ging und die alten Höchststände aus diesem Jahr zweitausend wurden also im Endeffekt eigentlich erst den Jahr zweitausend treizehn wieder erreicht Faktisch vierzehn Jahre später.
00:12:42: Und genau deshalb war natürlich auch die skeptischste Anlieger dann damals, so groß was Jagdsemerkte angeht.
00:12:49: und es war völlig normal dass da ein Hochpunkt da war den man lange lange jahre nicht gesehen hat.
00:12:53: und heute ist das ja komplett anders.
00:12:55: da jagt ja einen hoch des nächste und historisch muss mal sagen war das letzten endes nicht immer so.
00:13:02: Wenn man sich jetzt, weil Sie nach den Extrempunkten gefragt haben oder nach dem Schmerz gefragt haben auch nicht diesen sehr breit gestreuten MSI World anschaut.
00:13:11: Wenn man mal auf Index Ebene eine Stufe tiefer geht und sich beispielsweise Sektor-Indizes oder eben entsprechend Länderindices anschaut dann wird das nochmal ein interessanteres Bild der DAX.
00:13:23: Das wissen viele gar nicht.
00:13:24: Der DAX viel Im Jahr zweitausend bis März zwei tausend drei von achttausend Punkte auf Zwei Tausend Zweihundert Punkte im März zwanzig zwei Tausends Drei.
00:13:35: Das sind zwanziebzig Prozent Verlust in dieser Zeitspanne gewesen.
00:13:39: oder nehmen wir den Nestig ein hundertehundertgrößten Technologie Aktien in den USA, der viel zwischen Frühjahr zweitaussend und dem Herbst zwei taussend zwei USA haben etwas früher den Tiefpunkt markiert, im Dotcom-Crash von von von viertausend siebenhundert Punkte der NSTEC an hundet auf achthundertzwanzig Punkte eben wie gesagt im Herbst zwei tausend zwei und es waren minus von achtzig Prozent.
00:14:05: Und das macht dann Risiko plötzlich greifbar, wenn man sich das mal anschaut oder anders formuliert.
00:14:09: Machen wir es mal konkret mit absoluten Zahlen.
00:14:13: Wer damals also zwei Tausend eine Million Euro in den Nässtik einhundert investiert hätte hatte zweieinhalb Jahre später faktisch nur noch Zwei Hunderttausende Euro Üblichung.
00:14:22: Das sind natürlich Dimensionen die heute viele Anhänger sich kaum noch vorstellen können aber die zeigen aber auch wie viel Schmerz letzten Endes zwischenzeitlich ausgehalten werden musste, um die Performance zu realisieren.
00:14:37: Die langfristige, die wir ja letzten Endes wirklich gesehen haben in den letzten fünfundzwanzig, sechs und zwanzig Jahre aber auch andere Krisenphasen waren massiv.
00:14:46: also wenn ich es vielleicht noch kurz komplettieren darf nehmen wir mal die Ölkrise.
00:14:50: da hat man ja Ölkrise in den siebziger Jahren kombiniert mit der Starkflation.
00:14:54: auch dort verlor der MSCI World die Hälfte seines Werts also auch da wieder die Fünfzig Prozent.
00:14:59: Und auch damals hat es relativ lange gedauert, bis sich die Märkte erholt haben und zwar nämlich so Roundabout sechs Jahre.
00:15:06: Also erst Anfang der Achtzigerjahre ging's da dann eben entsprechend wieder nach oben.
00:15:11: Die übrigen Krisen von denen ich vorhin gesprochen habe also Corona, zwanzig-zwanzig Griechenland Krise, Zwei-Tosend-Elf, Inflation Schock, Zwanzig, Zwein-Zwanzig das Schwarze Montag, Sieben-Achzig oder Anfang der Neunziger Golfkrieg Waren historisch betrachtet eher kürzere Krisenphasen, aber die waren halt auch da.
00:15:31: Die waren nicht von Rückgängen geprägt, die in der Region fünfzig Prozent lagen, sondern die Lagen so Roundabout zwischen zwanzig und dreißig Prozent und haben sich natürlich deutlich schneller erholt als beispielsweise wir damals dort kommen Finanzkrise gesehen haben.
00:15:49: Jetzt ist es ja nicht so dass wir in den letzten Jahren überhaupt keine Rückgänge oder Einbrüche gesehen hätten.
00:15:55: Da hat es auch zwischendrin immer wieder mal ein bisschen gerumpelt an den Börsen.
00:15:58: Aber Sie haben vorhin mehrere Szenarien beschrieben, die sehr langanhaltende Schwächenphasen oder für diese langanthaltenden Schwächenfasen typisch waren also nicht nur das von der Jahrzehnt, sondern in Börsene Jahrzehn und auch Ölkrise, wo sechs Jahre wie die Märkte gebrauchten um sich zu erholen.
00:16:15: Wo dann erkenne ich denn ob's eine vorübergehende Schwächephase ist?
00:16:19: Ruhig bleiben, alles gut oder ob es ein langhaltender Einbruch und oder Gang ist wo man sich vielleicht doch mal Gedanken machen muss.
00:16:28: Na ja also der entscheidende Punkt ist häufig letztendlich letzten Endes wie stark ist die reale Wirtschaft betroffen?
00:16:35: Also handelt das sich jetzt bei dieser Situation um eine eher kurzfristige Angstreaktion der Märkte?
00:16:42: kommt auch oft genug vor oder steckt jetzt hinter dem was passiert eine tiefere konjunkturelle Krise?
00:16:50: Und wenn jetzt Märkte aus Unsicherheit oder kurzfristiger Panik fallen, die Wirtschaft aber jetzt im Großen und Ganzen insgesamt relativ stabil bleibt.
00:17:00: Dann sagen wir historisch relativ häufig dass die Erholung vergleichsweise schnell dann erfolgt ist.
00:17:06: also ich habe es vorhin auch angesprochen Corona-Zwanzig zwanzig war da ein Paradebeispiel dafür.
00:17:11: der Einbruch war extrem schnell Aber gleichzeitig kam erstens relativ schnell auch fiskalpolitische Hilfen.
00:17:19: Zweitens haben wir exponsive Zentralbanken gesehen, die dann eben auch relativ zügig und sehr schnell reagiert haben.
00:17:26: Und drittens hat man eine vergleichsweise schnellewirtschaftliche Stabilisierung durch die zwei vorgenannten Punkte.
00:17:34: Entsprechend schnell war natürlich auch die Markterholung da.
00:17:38: Übrigens vielleicht Fanfekt am Rande der MSI World benötigte damals gerade nur Corona- Corona-tief im März, um dann letzten Endes wieder neues Hoch zu machen.
00:17:51: Also quasi faktisch nur ganz wenige Monate.
00:17:54: und ähnlich war es beispielsweise auch aus dem Jahr den Zins- und Handelskonflikt in der ersten Legislatur Trump.
00:18:02: Auch da dauerte die Erholung von Hundertfünfzig Handelstage und dann war das Thema gegessen.
00:18:09: Von daher ist das immer noch eine gute Heuristik, dass man sich diese Punkte abfragt oder versucht abzufragen kann man zumindest mal versuchen zu erahnen, ob das jetzt strukturell ist oder eben entsprechend sich dann auch wieder recht zügig auswächst.
00:18:24: Aber dennoch muss man sagen dass diese historischen Schwächephasen die sie vorhin geschildert haben, die klingen ja doch ein bisschen mehr nach lasst lieber mal die Finger davon.
00:18:35: es gibt natürlich auch noch die andere Seite die steigen Aktienmärkte die wir ganz zum Anfang auch thematisiert hatten.
00:18:42: warum waren denn die Aktien Märkte trotz dieser zum Teil starken und lang anhaltenden Einbrüche- und Schwächephasen trotzdem langfristig so erfolgreich.
00:18:52: Ja, das ist genau auch die spannende Erkenntnis wenn man sich mit Aktien beschäftigt, denn trotz all dieser Krisen die wir gerade durchdekliniert haben gehören.
00:19:02: Die Aktien merkte ja wirklich historisch zu den erfolgreichsten andere Klassen überhaupt und ich habe es ja vorhin mit dem MSCR World so ein bisschen versucht auch mal die schwierigen Phasen zu beleuchten.
00:19:13: wenn man jetzt mal in das andere extrem schaut und sich mal die guten Seiten anschaut oder sich anschaut was da im Mittel möglich gewesen wäre dann ist das ganz interessant.
00:19:21: also MSCR world seit Dividenden historisch lag die zwischen acht und zehn Prozent.
00:19:30: Und selbst nach Inflation, also wenn man dann die Inflacion der Teure nochmal abzieht muss man sagen blieb eine reale Rendite seit den siebziger Jahren ungefähr zwischen fünf und sieben Prozent jährlich hängen.
00:19:43: Und genau das ist ja eigentlich das bemerkenswerte, denn diese Rendite wurde halt erzielt trotz der Öl-Krise.
00:19:50: Trotz der Finanzkrisen, trotz de Rezession, trots der Kriege, trotste Inflation und aller zwischenzeitlichen Crashes die wir gesehen haben.
00:19:59: Was ist jetzt der Grund dafür dass es wirklich so eine tolle asset Klasse ist?
00:20:03: Naja langfristig investieren wir nicht in Schlagzeilen sondern wir investieren in Unternehmen.
00:20:10: Unternehmen entwickeln Produkte, die werden produktiver.
00:20:13: Die passen die Preise an die Inflation an, die erschließen sich neue Märkte und wachsen langfristig gemeinsam eben mit der Weltwirtschaft.
00:20:23: Und Krisen gab es historisch immer.
00:20:25: aber genau da folgt natürlich dann auf diese Krisen dann auch immer Wachstum und genau deshalb ist wahrscheinlich auch das wichtigste Faktor beim investieren.
00:20:33: wenn sie mich fragen würden Ja, neben der Fähigkeit zwischenzeitlich auch mal Angst auszuhalten sich halt dann wirklich nicht in diesen Phasen die es immer geben wird.
00:20:44: Aus dem Markt raus drängen zu lassen.
00:20:47: Es gibt ja diesen Satz von Klausowitz glaube ich ist er das der Krieg der Vater aller Dinge ist und in Abwandlung ist vielleicht die Krise die Mutter jeder Rendite.
00:20:59: eben geschildert haben also muss erst einmal runter gegangen sein damit's dann wieder richtig aufwärts geht.
00:21:03: Sie haben ja gerade sehr anschaulich geschildert, warum die Zeit beim Investieren so wichtig ist und das klingt ja auch nachvollziehbar.
00:21:10: Aber warum fällt genau das vielen Anliegern trotzdem so schwer?
00:21:13: Also investiert bleiben, auch wenn der Wind von vorne kommt.
00:21:17: Achja!
00:21:18: Das ist fast schon eine philosophische Frage Herr Engelmann.
00:21:22: Also langfristiges Investieren dabei bleiben, hört sich in der Theorie oft einfacher an als in der Praxis.
00:21:30: In guten Marktphasen fühlen sich denn hohe Aktienquoten extrem komfortabel an und wirklich getestet wird.
00:21:37: aber so eine Risikotragfähigkeit erst dann, wenn mal die Märkte anfängt zu fallen, wenn da plötzlich dreißig Prozent, vierzig Prozent Minus dasteht.
00:21:45: und genau in diesen Phasen Da erleben dann viele Anleger, dass sich Schwankungen doch nicht oder anders gesagt, dass die Schwankung halt doch anders emotional wahrnehmen als sie es vielleicht ausgemalt haben.
00:21:59: Als Sie das vorher gedacht haben.
00:22:01: und deshalb reicht letztendes Zeit beim Investieren nicht aus.
00:22:04: man muss auch wirklich diese Fähigkeit besitzen bei Gegenwinden nicht sofort aus dem Markt gedrängt zu werden oder sich aus dem Markt drängen zu lassen.
00:22:13: und historisch betrachtet wenn man sich im langen Bild anschaut Da entstanden viele langfristig positive Rediten gerade dadurch, dass Anleger in schwierigen Markfasen durchgehalten haben und nicht dadurch, das sie versucht haben, irgendeiner Weise Krisen vorherzusagen oder zu antizipieren.
00:22:34: Stichwort Verluste.
00:22:35: Da gibt es ja auch ein ganz interessantes Phänomen, das in vielen Anlegerdepots nach wie vor einige Einzeltitel vor sich hinschlummern die sich irgendwie nie mehr so richtig davon erholt haben dass sie mal furchtbar abgestürzt sind.
00:22:49: Die waren wir ganz toll aber jetzt ist es irgendwie nicht mehr und man kann sich doch nicht so richtig davor trennen.
00:22:53: Wir neigen dann dazu Papiere zu halten die mal diesen Verlust gemacht haben und wir sagen, ja kommt schon wieder.
00:22:59: Und das war eine ganz tolle Aktie.
00:23:01: Gleichzeitig verkaufen wir erstaunlicherweise Titel Die Gut Laufen.
00:23:05: Beobachten Sie das auch?
00:23:06: Wie passt es eigentlich zusammen?
00:23:08: Ja, das Phänomen kennen wir Herr Engelmann.
00:23:11: Wir haben das tatsächlich regelmäßig gerade wenn Kunden ihre einzelnen Tepos, die sie früher selber geführt haben dann in die Vermögensverwaltung einbringen und sagen so ich habe das lang genug selber gemacht jetzt macht ihr mal.
00:23:24: Da sehen wir dann häufig tatsächlich Aktien, die mal vor fünfzehn oder vor zwanzig Jahren total populär waren.
00:23:30: Aber jetzt momentan ist nicht mehr sind aber halt nie verkauft worden.
00:23:34: Die standen vielleicht im Effektenspiegel wurden angepriesen und ist aber nicht aufgegangen, aber man hat dann halt nie verkauft und oft verbunden ist damit ja so ein bisschen die Idee, die kommt schon wieder Im Endeffekt.
00:23:51: sprechen sie da einen Punkt an, der ist recht bekannt im Bereich Behavioral Finance.
00:23:56: Und das spricht man davon gibt es einen schönen Fachbegriff des Cost-Fallacy oder wenn man's zu Deutsch übersetzen möchte ja Trugschluster versuchenden Kosten und so vereinfacht gesagt Menschen tun sich unfassbar schwer Beluste zu realisieren weil stark emotional schon auch investiert sind in diesen Entscheidungsprozess.
00:24:16: Ja, diese Aktie wurde gut besprochen im Effekten-Spiegel oder woher immer und man ist dann selber auch überzeugt, weil man selber noch ein bisschen recherchiert hat und dann hat man diese Entscheidung getroffen.
00:24:25: Und dann ist es ganz schwer wenn man Geld investiert hat, Zeit investiert, hat Gehirnschmalse investiert und das läuft gegen einen sich davon freizumachen, sich diesem Fehler einzugestehen und dann letzten Endes zu verkaufen.
00:24:38: aber das Problem Die funktionieren halt so nicht, die funktionieren anders.
00:24:44: Nur weil eine Aktie früher mal erfolgreich war oder in einer gewissen Phase es Obotun gewesen wäre, die zu halten muss das jetzt nicht langfristig bedeuten dass sie sich irgendwann wieder erholt und Trends kommen und gehen, die verändern sich Geschäftsmodelle verändern, sich Märkte verändern Sie.
00:25:00: Und ja genau deshalb gehört dann auch dazu sich von Verliererern trennen zu können.
00:25:07: und das erste was man wenn man im asset management anfängt lernt ist Schau zu, dass du deine Verlierer platt machst.
00:25:14: Schaut zu, das du die rausschmeißt und das Portfolio bereinigst, weil das ist Risikomanagement.
00:25:20: Die müssen raus!
00:25:22: Und zieht es ja, Unternehmerportfolie zu haben, die langfristig wachsen.
00:25:27: Das erreicht man letzten Endes damit, indem man sich auch konsequent wiederum von den Verlierern trennt.
00:25:35: und interessanterweise machen Indizes.
00:25:38: Und ETFs die auf diesen Indices basieren ja eigentlich genau das gleiche.
00:25:42: Die haben so einen eingebauten Mechanismus unternehmen die Wachsen da steigt die Markkapitalisierung Steigt, kommen die in den Index und sind dann eben in diesem Index drin.
00:25:52: Und sind entsprechend darin enthalten und laufen mit.
00:25:58: Wenn die Unternehmen wieder um eine Bedeutung verlieren, dann fallen sie auch wenn sie eine gewisse Schwelle an der Marktkapitalisierung nach unten hindurch reißen, durchbrechen dann aus dem Index raus.
00:26:10: Das sieht man zum Beispiel ganz schön am Dow Jones.
00:26:14: von den dreißig Aktien die zur Jahrtausendwende im Dow Jones enthalten waren.
00:26:20: Sind heute nur noch ungefähr fünfzehn, also knapp die Hälfte immer noch drin.
00:26:25: Viele frühere Marktführer spielen kaum eine Rolle, die sind rausgefallen.
00:26:30: Die haben ihren Nimbus eingebüsst und andere Titel wiederum.
00:26:32: Also Apple beispielsweise war in den Jahren zweitausends nicht im Dow Jounds.
00:26:38: Heute sind sie es!
00:26:40: Und genau deshalb versuchen wir gemeinsam mit unseren Kunden eben genau diese emotionalen Fehlentscheidungen wie die genannten, also sprich an Verlierern festhalten oder am tiefsten Punkt sich komplett aus der Achse heraus zu verabschieden.
00:26:54: Ja gemeinsam mit dem Kunden zu vermeiden!
00:26:59: Jetzt wirkt natürlich Börse und so die Beschäftigung mit dem Kapitalmarkt von außen betrachtet gerne mal ein bisschen mathematisch, analytisch.
00:27:06: Und man hat da irgendwie den Chart-Analysten vor Augen der dort seine Linien zieht und sagt oh jetzt ist die Linie nach oben oder nach unten durchbrochen.
00:27:15: Es passiert Folgendes und das klingt dann auch nachvollziehbar und ist auch nach vollziehbar.
00:27:20: aber für den Anleger geht es wie sie sich eben schildern ja auch ganz offenbar um Verhalten, um Strategie darum auch mal eine Liniedurchhalt zu können.
00:27:31: Also ja fast sagen mehr Verhalten statt Analyse oder zumindest mindestens gleichwertig verhalten.
00:27:40: Ja absolut und ich glaube genau darin liegt auch ein ganz wesentlicher Teil unserer Aufgabe als Vermögensverwalter nämlich natürlich Wir verwalten Vermögen.
00:27:49: Natürlich beschäftigen wir uns mit Märkten, mit Allokationen, mit Risiken und mit Portfolien.
00:27:54: aber langfristig erfolgreicher Vermögensaufbau und Ausbau ist eben nicht nur ein mathematisches Thema sondern auch vor allen Dingen ein Verhaltensthema.
00:28:03: Und genau deshalb sehen wir unsere Aufgabe nie nur darin Rendite zu erzielen klar auch das wollen wir und auch das tun wir.
00:28:10: Aber eben auch gemeinsam mit den Kunden eine Struktur zu finden die ihr halt an auch in schwierigen Markspfasen wirklich durchhalten kann.
00:28:18: Und die theoretisch optimale Aktienquote bringt im Zweifelsfall ganz wenig, wenn ein Anleger in der Krise panisch verkauft.
00:28:27: Deshalb ist das Thema Erwartungsmanagement aus unserer Sicht ein ganz wichtiger Faktor.
00:28:33: also von Anfang an gemeinsam mit dem Kunden besprechen welches Schwankungen kann ich emotional wirklich aushalten?
00:28:39: Was passiert, wenn Märkte plötzlich dreißig oder vierzig Prozent fallen?
00:28:43: Genau dort beginnt dann aus unserer Sicht die Vermögensverwaltung nicht erst in der Krise, sondern idealerweise halt schon davor.
00:28:50: Wenn die Sonne scheint diese Punkte durchzusprechen und zu deklinieren das man einen Plan hat wenn es so weit ist wie man ideal agiert und entsprechend das Beste aus der Situation macht.
00:29:01: oder anders formuliert unser Ziel ist das letzten Endes gemeinsam mit dem Kunden eine Aktienquote die es ihm, also dem Kunden ermöglicht bei Gegenwind investiert zu bleiben.
00:29:13: Denn historisch betrachtet uns ganz wichtig.
00:29:15: da entstanden langfristig die größten Schäden eben nicht weil man in der Krise dann war sondern weil man ihn in der Krise verkauft hat, sprich zum schlechtesten Zeitpunkt ausgestiegen ist.
00:29:28: und genau diese Fehler versuchen wir letzten Endes gemeinsam mit den Kunden zu vermeiden indem wir im Vorfeld schon in den Dialog treten, indem wir diese Themen durchdecklinieren.
00:29:38: Wenn die Sonne scheint das Durchsprechen und zum Abschluss vielleicht nochmal noch mal auf den Index oder auf die Indizes oder auf Die Zahlen geblickt gleich greifen Mal ganz konkretes Beispiel von vorher raus.
00:29:50: Wir hatten ja vorhin über den
00:29:51: Weg.
00:29:51: Das ist eine Million im Jahr zweitausend, genau!
00:29:54: Was ist das der geworden?
00:29:55: Also eine Million in den Nächsten gerne hundert investiert, wer damals im Frühjahr zwei tausend investiert hätte, der hatte im Herbst zwei Tausendzwei die Situation dass er nur noch knapp Zweihunderttausend Euro übrig hätte.
00:30:09: und genau in solchen Phasen ist natürlich der emotionale Druck super groß.
00:30:13: aber wird diese Phase damals durchgehalten hätte Der hätte aus dieser Million damals zweitausend, klar mit einem zwischenzeitlich recht heftigen Verlust.
00:30:23: Aber der hätte mittlerweile im Jahr zwanzig sechsundzwanzig trotz all der Krisen dazwischen und zu diesem wirklich unfassbar ungünstigen Einstiegszeitpunkt nämlich kurz vor dem Dot-Com-Crash aus dieser einen Millionen sechs Millionen gemacht.
00:30:37: Und genau das zeigt, glaube ich wie entscheidend langfristiges Denken an der Börse ist.
00:30:42: Aber eben auch wie entscheidet es ist dass man sich emotional darauf vorbereitet oder die Aktienquote wählt die es einem erlaubt eben entsprechend solche Krisenphasen und solche Phasen zu überstehen.
00:30:54: Analog.
00:30:55: Funktion hat nicht nur funktioniert, weil die eine Million ja schon ein beträchtlicher Betrag sind irgendwie sehr speziellen Anlagen investiert und das war ganz normal nur den Markt investiert.
00:31:04: also der hunderttausend investierte hätte dann sondern noch zwanzig gehabt aber mittlerweile halt nach sechshundertausend.
00:31:11: Also das lässt sich so skalieren.
00:31:18: Bering, ich sage vielen herzlichen Dank.
00:31:19: Ich habe heute noch mal viel gelernt.
00:31:20: Ich weiß jetzt nämlich warum ich kein Millionär bin.
00:31:23: Wer es sowohl an der Disziplin als auch an der Strategie fehlt.
00:31:26: vielleicht muss ich mich da tatsächlich immer von Ihnen beraten lassen.
00:31:29: Sag gerne!
00:31:30: Ich sage Ihnen auf jeden Fall Vielen herzliche Dank für die Ausführung.
00:31:33: war wieder ein sehr spannendes Gespräch.
00:31:34: Einiges gelernt heute über Aktien und ich wünsche Ihnen einen schönen Tag.
00:31:38: Vielen Dank und Ihnen danke fürs Zuhören.
00:31:40: Vielen dank für die Anladungen.
00:31:41: Danke fürs Tuhren.
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